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Sachsens erste Schule, die Glück lehrt

Leistungsdruck, Pandemie, Sehnsucht nach Normalität – vielen Kindern geht die Lebensfreude verloren. Ein Gymnasium in Radebeul hat dagegen ein Rezept.

Von Susanne Plecher
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Durchatmen, Druck rausnehmen, den Kindern zuhören und sie fragen, wie es ihnen geht: Damit beginnt Ellen Sittner ihren Glücksunterricht in Radebeul.
Durchatmen, Druck rausnehmen, den Kindern zuhören und sie fragen, wie es ihnen geht: Damit beginnt Ellen Sittner ihren Glücksunterricht in Radebeul. © Ronald Bonß

Montagmorgen, 8.30 Uhr. Blassgrau ist der Himmel über dem Lößnitzgymnasium in Radebeul. Winzige Flocken rieseln auf den Schulhof nieder, so klein, dass die Kinder sie kaum wahrnehmen. Die Schüler schnattern, gähnen, lachen oder verdrehen die Augen, vergleichen Hausaufgaben, fragen sich schnell ein paar Vokabeln ab. Was hieß doch gleich „the best“? Ilka Sonnenburg, Lehrerin der 5/1, sortiert ihre Klasse. Die Hälfte geht zum Förderunterricht, die andere hat etwas Besonderes auf dem Plan, etwas, das es in Sachsen sonst nicht gibt. „Max, machst du Glück oder liest du?“, fragt sie einen ihrer Schüler.

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