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Sächsische Schweiz: Die mit dem Licht malen

Für drei besondere Aufnahmen aus dem Elbsandstein gab es jetzt Preise. Hier sagen die Hobbyfotografen, was sie bei ihren Streifzügen bewegt.

SZ-Regionalgeschäftsführer Domokos Szabó, Fotowettbewerbs-Gewinner Hannes Bombelek, Josefin Große und Benjamin Korth (v.l.).
SZ-Regionalgeschäftsführer Domokos Szabó, Fotowettbewerbs-Gewinner Hannes Bombelek, Josefin Große und Benjamin Korth (v.l.). © Marko Förster

Wenn Fotografen von einer Jagd nach Motiven sprechen, ist das nicht zu weit hergeholt. Dabei kann schon mal vorkommen, dass einem etwas ganz anderes vor die Linse läuft als erwartet. So ist das auch Hannes Bombelek passiert. Eines Nachts war der Ingenieur mit seiner Kamera in der Sächsischen Schweiz unterwegs, wollte den Milchstraßen-Sternenhimmel fotografieren.

Auf der Bastei-Brücke Stellung bezogen, drehte er sich um, wollte auch in die andere Richtung schauen. Da bot sich dem 31-Jährigen eine besondere Szene: Oben der Himmel mit Tausenden funkelnden Sternen und darunter Felsen in allen Grauschattierungen - mit einem hellen Licht dazwischen, das das satte Grün der Bäume in die Mitte des Bildes schießt.

"Ich habe gar nicht vermutet, dass es so ein tolles Foto wird", sagt der Dohnaer. Doch das wurde es. Mit diesem Bild gewann Bombelek den ersten Preis beim SZ-Fotowettbewerb Elbsandstein, der mit einem 200-Euro-Reisegutschein dotiert ist. Diese Woche bekam er zusammen mit den beiden anderen Preisträgern die Auszeichnung überreicht. So faszinierend sein Bild ist, so geheimnisvoll ist es auch. Zumal der Ingenieur selber nicht weiß, woher das helle Licht in der unteren Hälfte der Aufnahme kam. Er vermutet aber, dass es wohl von der Felsenbühne Rathen stammte.

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Nicht nur seine Leidenschaft für das Fotografieren teilt sich Hannes Bombelek mit den anderen Preisträgern. Wie sie bei der Preisübergabe festgestellt haben, schwört jeder von ihnen auf Kameras von Sony. Mit einer Sony-Kamera schoss denn auch Josefin Große aus Graupa das Bild, das auf Platz 2 landete. Auf den ersten Blick könnte es auf einem anderen Planeten entstanden sein.

Platz 1: Sterne, Felsen und Flutlicht, fotografiert von der Basteibrücke von Hannes Bombelek aus Dohna.
Platz 1: Sterne, Felsen und Flutlicht, fotografiert von der Basteibrücke von Hannes Bombelek aus Dohna. © Hannes Bombelek
Platz 2: Naturspektakel auf dem großen Zschirnstein, fotografiert von Josefin Große aus Graupa.
Platz 2: Naturspektakel auf dem großen Zschirnstein, fotografiert von Josefin Große aus Graupa. © Josefin Große
Platz 3: Einsamer Baum beim Sonnenuntergang in den Schrammsteinen, eine Aufnahme von Benjamin Korth aus Dippoldiswalde.
Platz 3: Einsamer Baum beim Sonnenuntergang in den Schrammsteinen, eine Aufnahme von Benjamin Korth aus Dippoldiswalde. © Benjamin Korth

Man sieht viel braunes Gestein, einen Himmel in Blau, Rosa und Pink; die zarten Gebilde am Himmel stehen in scharfem Kontrast zu den schroffen Felsen. Inmitten dieser Szenerie ein Krater, gefüllt mit einer lila Flüssigkeit. Erst beim zweiten Hinsehen erkennt man, es ist eine Pfütze. "Eigentlich ziemlich geil", findet die 32-Jährige, der die Aufnahme bei einer Wanderung im späten Herbst auf den Großen Zschirnstein gelang.

Ansonsten ist die medizinische Fachangestellte nicht die passionierte Landschaftsfotografin. Viel öfter sind auf ihren Bildern ihre beiden Kinder - drei und acht Jahre alt - oder kleine Details aus der Natur zu sehen. Blumen oder Käfer bringt sie mit Makrofotografie ganz groß heraus. Für ihr preisgekröntes Bild erhält sie einen 100-Euro-Gutschein von Expert.

Einer, der am ganzen Tag ein Foto nach dem anderen macht, ist Benjamin Korth. Der Dippoldiswalder ist Radiologie-Assistent. Freunde und Familie bekommen aber von ihm ganz andere Bilder gezeigt. Der 37-Jährige ist einmal die Woche in der Sächsischen Schweiz, im Osterzgebirge oder auch im Tschechischen unterwegs. "Das Lichtspiel zwischen den massiven Felsen und den zarten Bäumen fasziniert mich immer wieder neu", sagt er. An einem Märzabend schaffte er es, beim Sonnenuntergang einen einzelnen Baum in den Schrammsteinen ganz besonders in Szene zu setzen. Licht, Schatten und Farben fügen sich dabei zu einem harmonischen Ganzen.

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"Das musste ich mitnehmen", sagt der Hobby-Fotograf. Die Jury vergab ihm den dritten Platz dafür und damit einen 50-Euro-Gutschein von Expert. Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern und ein großes Dankeschön den Hunderten Teilnehmern, die ihre ebenfalls besonderen und wunderbaren Aufnahmen eingereicht haben.

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