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Glühwein und Weihnachtsbaum to go

Mit der Familie oder den Arbeitskollegen in den Wald und sich den Weihnachtsbaum aussuchen. Für viele ist das Tradition. Dieses Jahr ist auch das anders.

Zumindest auf einen Weihnachtsbaum wird man dieses Jahr nicht verzichten müssen.
Zumindest auf einen Weihnachtsbaum wird man dieses Jahr nicht verzichten müssen. © Daniel Schäfer

Die Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr wohl teurer.  Davon gehen Experten aus. Hitzesommer, Trockenheit und eben auch Corona.  Grund für Letzteres sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten wegen der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr lag die Preisspanne beispielsweise für Nordmanntannen, dem beliebtesten Weihnachtsbaum,  bei 18 bis 27 Euro pro Meter. In diesem Jahr seien zwischen 20 bis 27 Euro pro Meter wahrscheinlich. Grund ist, dass die die Händler in diesem Jahr Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz vorhalten und möglicherweise mehr Personal einsetzen.

Auch als Ersatz für die abgesagten Weihnachtsmärkte könnte es nun sein, dass man noch mehr als sonst auf die Variante zum Selbstschlagen zurückgreift. Schon immer waren diese Aktionen beliebt, nicht nur bei Familien. Ganze Firmen haben ihre Weihnachtsfeiern nach draußen verlagert und ihre Mitarbeiter zum Selbstschlagen der Weihnachtsbäume eingeladen. Doch auch das wird in diesem Jahr anders sein. Weihnachtsstimmung soll dennoch aufkommen. Sächsische.de hat sich bei einigen Anbietern umgehört.

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Besucher müssen sich vorher online anmelden

Im Forstbezirk Neustadt soll versucht werden, Weihnachtsbaumverkaufstermine zum Selberschlagen anzubieten. Dazu wurde ein Hygienekonzept erarbeitet und dieses bei den Gesundheitsämtern des Landkreises Bautzen und Sächsische Schweiz eingereicht, informiert Pressesprecherin Kerstin Rödiger. Geplant seien Termine in den Revieren  Unger, Hohwald, Fischbach, Großröhrsdorf und Ottomühle. Das Revier in Königstein plane eine andere Form des Verkaufs. Geplante Firmenveranstaltungen wurde bereits alle abgesagt.

Schon jetzt steht für den Forstbezirk fest: "Um die Anzahl der Besucher zu begrenzen und somit auch die notwendigen Sicherheitsabstände einzuhalten, sind die Termine alle mit Online-Voranmeldung geplant", sagt Kerstin Rödiger. Teurer werden die Bäume aber nicht. Wie letztes Jahr bleibe man bei 15 Euro für alle Bäume bis 2,50 Meter, alle größeren Bäume und alle Tannen kosten 20 Euro. Perspektivisch müsse man aber sicherlich über die Preise nachdenken.

Den Weihnachtsbaum auf Abstand

In der Gärtnerei Kleinstäuber in Stolpen heißt es auch in diesem Jahr "Ran an die Säge und rein in die Plantage ". Etwas weihnachtliche Stimmung soll es also dort geben, aber eben nur anders. "Wir werden auch Glühwein und sicherlich Bratwurst anbieten, aber eben alles to go und auf Abstand", sagt Arndt Kleinstäuber. Von Preisanstiegen bei den Weihnachtsbäumen habe er auch gehört, sagt er. Doch sein Gartenbaubetrieb werde an den seit fünf Jahren gleichen Preisen festhalten. Eine schön gewachsene Nordmanntanne gibt es für 20 Euro pro Meter und die Blautanne beispielsweise für 15 Euro pro Meter.

Um den Selbst-Säge-Spaß im Weihnachtsbaum-Wald zu ermöglichen, werden die Besucher aufgefordert, einiges zu beachten. Auf dem Gelände und auf den Wegen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ebenso im Gespräch mit den Mitarbeitern und anderen Personen. Außerdem ist ein Abstand von zwei Metern zu anderen zu halten. Größere Ansammlungen sollen vermieden werden. Und wer kann, sollte selbst eine Säge und Handschuhe mitbringen.

 Vor allem an den Adventswochenenden war die Plantage in den letzten Jahren rappelvoll. In der Gärtnerei ist man darauf bedacht, das zu entzerren und wirbt damit auch in der Woche vorbeizukommen, um den Baum selbst zu sägen. Oder man begibt sich eben auf einen der Verkaufsstände. Geöffnet ist ab  dem ersten Adventswochenende bis zum 23. Dezember, täglich ab 9 Uhr, auch sonnabends und sonntags. Zur Verfügung stehen Blaufichten, Nordmanntannen, Fichten und Kiefern. 

Weihnachtsbaumpreise bleiben stabil

In den Plantagen in Markersbach bei Robert Kleinstäuber wird man ebenfalls auch in diesem Jahr die Bäume selbst schlagen können. Für viele Menschen sei das ein Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit, sich einen Baum selbst auszusuchen, der dann auch genau in die Ecke des Wohnzimmers passt, wo er schon immer gestanden hat. An den Preisen wird nicht gerüttelt. In Markersbach gibt es die Nordmanntanne von 9.99 Euro bis 76 Euro. Auf das Hygienekonzept wird an den Eingängen der Plantage hingewiesen.

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