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Sächsische Schweiz: Mädchen fällt fünf Meter in die Tiefe

Zu einem dramatischen Einsatz wurde die Bergwacht am Dienstag gerufen. Eine Achtjährige stürzt in den Schrammsteinen von einer Treppe.

Von Marko Förster
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© Marko Förster

Ein achtjähriges Mädchen stürzt am Dienstagmittag in den Schrammsteinen in der Sächsischen Schweiz fünf Meter in die Tiefe und muss verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

Die Kameraden der Bergwacht Bereitschaft Bad Schandau wurden am Dienstagmittag zu einem Einsatz in den Schrammsteinen alarmiert. Dort war ein achtjähriges Mädchen beim Abstieg über den Jägersteig vom Schrammstein Gratweg an einer Treppe rund fünf Meter tief gestürzt und hatte sich Verletzungen am Kopf und im Gesicht zugezogen, welche glücklicherweise nicht lebensbedrohlich waren.

Fünf Bergwächtler der Alarmgruppe eilten zu Hilfe, versorgten das Kind und betreuten die begleitende Familie. Das Mädchen wurde in einer Korbtrage zum Schrammtor transportiert und von dem dort wartenden Rettungswagen übernommen und zur nahegelegenen Wildwiese gefahren.

Dort war bereits der alarmierte Rettungshubschrauber Christoph 62 aus Bautzen mit dem Notarzt eingetroffen, der das Kind zur weiteren Untersuchung und Behandlung in eine Dresdner Klinik flog.

Es war bereits der 61. Einsatz für die Bergwachtbereitschaft Bad Schandau in diesem Jahr und damit fast auf gleichem Niveau wie im Jahr 2020.

Bereits am Sonnabend wurden die Kameraden der Bereitschaft Bad Schandau, welche auf der Rettungswache im Bielatal Dienst hatten, zu einem Unfall im Labyrinth bei Langenhennersdorf gerufen. Dort war ein etwa 70-jähriger Ausflügler gestürzt und hatte sich dabei schwer verletzt. Er wurde durch den bereits eingetroffenen Rettungsdienst versorgt und durch die Bergwacht aus dem Gelände transportiert. Mit einem Rettungswagen wurde er zur Versorgung ins nächste Krankenhaus gebracht.

Am Sonntag benötigte ein 60-jähriger Radfahrer fachliche Unterstützung. Er war zwar unverletzt, hatte sich aber auf seiner Tour im Grenzgebiet bei Hinterhermsdorf in der Zeitplanung vertan und war in die Dunkelheit geraten. Völlig orientierungslos und von umgestürzten Totholz umgeben, wählte er, knapp zwei Stunden nachdem es finster war, den Notruf. Durch die Rettungsleitstelle wurde die Bergwacht kontaktiert, die wiederum telefonisch mit dem Mann Kontakt aufnahm, ihn per Koordinaten lokalisierte und versuchte, in die richtige Richtung zu navigieren. Eine eventuelle Suche und Anfahrt war aufgrund umgestürzter Bäume, verlegter Zufahrtswege nicht möglich und viel zu gefährlich.