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Stolpen hofft auf Zuschüsse für das Stadtbad

Die Freizeitanlage soll saniert werden. Dafür braucht die Stadt Zuschüsse. Jetzt besteht die Chance, welche zu ergattern.

Von Anja Weber
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Für die Umgestaltung des Stadtbades in Stolpen gibt es ein Konzept. Jetzt hat die Stadt noch Chancen auf Fördermittel.
Für die Umgestaltung des Stadtbades in Stolpen gibt es ein Konzept. Jetzt hat die Stadt noch Chancen auf Fördermittel. © Daniel Schäfer

Das Stadtbad soll erhalten bleiben - dazu haben sich die Stolpener schon vor einiger Zeit bekannt. Und seitdem geht es auch darum, wie das Bad saniert und attraktiver gestaltet werden kann. Mehrere Varianten wurden geprüft. Eines hatten alle gemeinsam: Es wird viel Geld in die Umgestaltung und Sanierung der Anlage fließen müssen.

Das heißt, dass die Stadt dafür auch auf Fördermittel zurückgreifen muss. Die Chancen darauf sind nicht immer groß. Deshalb will man in Stolpen auch jede sich bietende Gelegenheit nutzen. Bei der Sanierung des Areals wird es aber Abstriche geben.

Mit dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" gibt es wieder eine Möglichkeit. Das Ganze hat allerdings einen Haken. Nimmt die Stadt teil, muss sie sich von dem ebenfalls mit geplanten Caravan-Camping trennen. Denn dieser ist nicht förderfähig.

Im Freibadbereich geht es unter anderem um die Barrierefreiheit und klimaneutrale Wärmeversorgung. Gefördert werden vor allem Maßnahmen, bei denen der Einsatz erneuerbarer Energien im Vordergrund steht. Stolpen rechnet sich gute Chancen aus, die Fördermittel zu bekommen. Jedoch sind für die Projekte auch Mittel aus eigener Tasche notwendig. Der Bund beteiligt sich mit 45 Prozent. Den Rest muss die Kommune selbst finanzieren. Befindet die sich allerdings in einer Haushaltsnotlage, kann sich der kommunale Eigenanteil auf 25 Prozent reduzieren.

Das könnte der zeitliche Ablauf sein

In der Stadtverwaltung geht man davon aus, dass die Umsetzung der Konzeption des Stadtbadareals ohne Caravan-Camping geradezu prädestiniert sei für die Teilnahme an dem Förderprojekt. Ziel ist es, die Neu- und Umgestaltung des Stadtbadareals in den Jahren 2025 bis 2027 in drei Bauabschnitten umzusetzen. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf etwa 2,1 Millionen Euro. Bei einem Fördersatz von 75 Prozent im Falle einer Haushaltsnotlage beträgt der Eigenanteil der Stadt dann etwas mehr als 954.000 Euro.

Förderfähig sind zudem Maßnahmen, die den Wasserverbrauch reduzieren oder auch Ideen, die den Einsatz von Chemikalien zur Desinfektion des Beckenwassers senken. Alles Dinge, die in der Stolpener Badkonzeption enthalten sind. Die Stadt hat sich bereits in der Sommerpause am 25. August online beworben, da die Anträge bis zum 15. September einzureichen waren. Jetzt müsste der Stadtrat in seiner Sitzung am 26. September noch einen entsprechenden Beschluss fassen und die Projektteilnahme billigen.