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Wenn die Lehrer hilflos sind: Was tun gegen Rechtsextremismus an Sachsens Schulen?

An Sachsens Schulen gibt es immer mehr rechtsextreme Vorfälle. Expertinnen der TU Dresden und das Kultusministerium gehen jetzt gemeinsam entschlossen dagegen an.

Von Oliver Reinhard
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Vor einigen Monaten berichteten zwei Lehrer aus dem Spreewald, dass an ihrer Schule der Rechtsextremismus immer mächtiger werde. Sie wurden auch im Kollegium als Nestbeschmutzer bezeichnet, gemobbt und bedroht - und haben die Stadt verlassen.
Vor einigen Monaten berichteten zwei Lehrer aus dem Spreewald, dass an ihrer Schule der Rechtsextremismus immer mächtiger werde. Sie wurden auch im Kollegium als Nestbeschmutzer bezeichnet, gemobbt und bedroht - und haben die Stadt verlassen. ©  Screenshot: SZ

Menschenfeindliche Einstellungen sind auch auf Schulhöfen, in Klassen- und Lehrerzimmern auf dem Vormarsch. Das Sächsische Landeskriminalamt registrierte im vergangenen Jahr an Schulen 122 Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund, noch mehr Fälle wie etwa Holocaustleugnung und Rassismus sind strafrechtlich nicht relevant. Schüler und Lehrer sind oft rat- und hilflos. Vor allem, wenn auch Lehrpersonal zu den Tätern gehört. So wie jener Lehrer am Berufsschulzentrum Aue, auf dessen Auto der KZ-Spruch "Jedem das Seine" in Frakturschrift klebt, der auch auf dem Tor des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald steht.

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