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Zwickau: Warnstreik bei GKN wegen angekündigter Werkschließung

Die Beschäftigten von GKNDriveline in Zwickau müssen weiter um ihre Jobs bangen. Das Werk mit rund 800 Beschäftigten soll geschlossen werden.

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Im Kampf um den Erhalt des Gelenkwellenwerkes in Zwickau hat die IG Metall die 835 Beschäftigten erneut zu einem Warnstreik aufgerufen.
Im Kampf um den Erhalt des Gelenkwellenwerkes in Zwickau hat die IG Metall die 835 Beschäftigten erneut zu einem Warnstreik aufgerufen. © Hendrik Schmidt/dpa

Zwickau. Im Kampf um den Erhalt des Gelenkwellenwerkes in Zwickau hat die IG Metall die 835 Beschäftigten erneut zu einem Warnstreik aufgerufen. "An diesem Montag wird keine einzige Gelenkwelle das Werk verlassen. Die Kolleginnen und Kollegen sind zu allem entschlossen. Die Beschäftigten werden ihre Arbeitsplätze der Profitgier ihres Arbeitgebers nicht kampflos opfern. GKN steht heute still", sagte Benjamin Zabel von der IG Metall Zwickau.

Zeitgleich zum ganztägigen Warnstreik soll der vierte Verhandlungstermin zwischen der IG Metall und der Unternehmensführung stattfinden. Die Gewerkschaft fordert einen Sozialtarifvertrag, um die Beschäftigten abzusichern. Die bisherigen Verhandlungen dazu haben noch keine Einigung gebracht. Nach dem Warnstreik-Auftakt am 10. Februar wurden Arbeiterinnen und Arbeiter auch am vergangenen Mittwoch dazu aufgefordert, ihre Arbeit einige Stunden früher zu beenden.

GKN hatte Mitte Januar bekannt gegeben, sein Werk im Zwickauer Ortsteil Mosel auf absehbare Zeit zu schließen. Dort werden Gelenkwellen für Autos hergestellt. Begründet wurde die Entscheidung mit einer zurückgehenden Auslastung und sinkenden Preisen.

Die Betroffenen haben inzwischen einiges an Solidarität erfahren. Dazu gehört eine Petition im Internet, die bisher mehr als 5.500 Unterstützer hat. "Unser Hauptziel ist und bleibt der Erhalt aller Arbeitsplätze", betonte Thomas Knabel von der IG Metall Zwickau. Zudem brauche es einen Sozialtarifvertrag, um Beschäftigten angemessene Abfindungen zu sichern und ihnen mit einer Transfergesellschaft eine Weiterqualifizierung zu ermöglichen. (dpa)