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Schafe streicheln, auf Ponys reiten und ganz viel lernen

Beim Familienfest in der Naturschutzstation Förstgen gab es manche Überraschung.

© Bernhard Donke

Von Bernhard Donke

Förstgen. Mehr als 700 große und kleine Besucher fanden sich am Freitagnachmittag zum Tag des offenen Schafstalls und Familienfest in der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz in Förstgen ein. Damit hielten sich an diesem Nachmittag, trotz Lammzeit der Tiere, mehr Besucher im Schafstall und dessen Gelände auf, als er Schafe und Burenziegen beherbergt. Diese werden hier von Schäferin Meike Biskop, Schäfer Felix Wagner und Schäferlehrling Vladislav Bosert betreut und bei der ökologischen Landschaftspflege im gesamten Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft eingesetzt.

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Lämmer sind die Attraktion
Die Schäfer gaben an diesem Nachmittag bereitwillig auf alle Fragen der Besucher eine ausführliche Antwort. Wobei sich die Fragen insbesondere auf die Schaf- und Ziegenhaltung und die Verwendung der Tiere zur Landschaftspflege im Biosphärenreservat bezogen. Während die Erwachsenen sich mehr für die Arbeit der Schäfer mit ihren Tieren interessierten, waren die jungen, meist erst wenige Tage oder Wochen alten Lämmer für die kleinen Besucher die Attraktion des Tages. Einmal ein Tier streicheln und auch mal knuddeln war schon für manches Kind das besondere Erlebnis. „Gerade, dass man hier den Tieren so nahe kommen kann, sie gar von den Kindern gestreichelt und angefasst werden können, macht das Besondere dieses Tages und der Veranstaltung heute aus. Außerdem ist auch der Kuchen ganz lecker“, sagte Ines Masula aus Schleife, die mit Enkelin Leni und Patentochter Naomi das Familienfest besuchte.

Während es im Schafstall etwas laut zuging, war es draußen auf dem Hof zwar ruhiger, aber dennoch geschäftig. Denn die Mitarbeiter der Naturschutzstation hatten sich viel Mühe gegeben, den Besuchern einen überschaulichen und informativen Überblick über ihre Arbeiten zu geben. Während Bettina Berg den Besuchern heimische Amphibien und ihren Schutz vorstellte, zeigte Günter Sommer den großen und kleinen Besuchern, wie ein Nistkasten gebaut wird. Vier junge Tadschiken, die auf der Naturschutzstation ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, stellten ihre Heimat Tadschikistan in Bildern und mit Speisen vor. Ranger Peter Ulbrich war mit einem Kräuterstand auf dem Platz.

Wem das noch nicht genügte, der konnte sich beim Reiten die Zeit vertreiben. Und wer wissen wollte, wie aus Schafwolle Filz gemacht wird, der war bei Julius Ruecker an der richtigen Stelle. Die Vielfalt der Unterhaltung, die den Besuchern geboten wurde, überzeugte auch Silke Klie aus Jänkendorf, die mit Tochter Catherina nach Förstgen gekommen war. „Wunderbar, wie das hier vor allem für die Kinder gestaltet wurde. Vom Streicheln der Schafe und Ziegen bis hin zum Basteln und Reiten ist bestens für ihre Unterhaltung und Abwechslung gesorgt“, sagte die junge Mutti aus Jänkendorf. Für das leibliche Wohl der vielen Besucher sorgten sich ebenfalls die Mitarbeiter der Naturschutzstation.

Zufriedene Organisatoren
So erlebten die vielen Besucher einen interessanten und abwechslungsreichen wie auch lehrreichen Nachmittag. Das freute auch Annett Hertweck, die Leiterin der Naturschutzstation Östliche Oberlausitz: „Wir als Organisatoren, die den Familientag mit Tag des offenen Schafstalls schon seit 2015 veranstalten, sind angenehm überrascht über die große Resonanz. Sicher auch ein Zeichen, dass unsere Arbeit für den Schutz und den Erhalt unserer Natur hier in der Region eine Würdigung unter der Bevölkerung findet.“