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Schiebock ist Sachsenmeister

Schiebock gewinnt den Städtewettkampf – und eine Werbekampagne im Radio.

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© Frank Lochau

Von Constanze Knappe und Lina Stephan

Bischofswerda. Die Facebook-Gemeinde ist sich einig: Juppi yeah! Und auch Oberbürgermeister Holm Große ist am Montag die Freude förmlich ins Gesicht geschrieben. Bischofswerda ist Sachsenmeister! Und was für einer noch dazu. Die Stadt gewann den Wettbewerb mit vier anderen vergleichbaren Orten, wer an einem normalen Arbeitstag, 12 Uhr mittags die meisten Leute auf dem Marktplatz zusammentrommeln kann. Bischofswerda kann, wie der Gewinn der Radio PSR-Sachsenmeisterschaft 2016 beweist. Moderator Steffen Lukas bestätigt es in seiner Morgenshow am Montag: Bischofswerda holt mit 1 962 Männern, Frauen und Kindern den Titel und lässt Stollberg/Erzgebirge (1 786), Frohburg (1 456), Taucha (1 430) und Oelsnitz/Vogtland (1 353) deutlich hinter sich. Bischofswerda zog nicht nur die meisten Leute auf den Markt, die Stadt glänzte zudem mit einem tollen Rahmenprogramm. Alle, die am Mittwoch voriger Woche dabei waren, erlebten eine riesige Stimmung und dichtes Gedränge vor der Radio PSR-Bühne. Nicht zu vergessen das Mini-Schiebock-Rennen, welches sich Holm Große und der Radiomann lieferten. „In Bischofswerda trat man sich hier und da schon mal auf die Füße“, stellte Steffen Lukas begeistert fest. Auch die anderen Städte legten sich ins Zeug, ohne Schiebock toppen zu können. „Die ausgegebene Taktik war gut. Das Team Bischofswerda hat sich attraktiv und erfolgreich präsentiert“, zitiert Holm Große augenzwinkernd eine Fußballstrategie. Von Anfang an sei er optimistisch gewesen, dass die Schiebocker mitziehen.

Wahnsinns-Stimmung auf dem Altmarkt. Ziel war, dass sich vorigen Mittwoch mindestens 1000 Bischofswerdaer Punkt 12 versammeln. Es kamen sehr viel mehr.
Wahnsinns-Stimmung auf dem Altmarkt. Ziel war, dass sich vorigen Mittwoch mindestens 1000 Bischofswerdaer Punkt 12 versammeln. Es kamen sehr viel mehr. © Steffen Unger

Auch ohne Sieg wäre es ein Erfolg

Der Wettkampf war spannend. Aber wer nach der Aktion auf der Internetseite des Radiosenders das Luftbild vom Bischofswerdaer Markt betrachtete, bei dem machte sich Ernüchterung breit. Zumindest für den Moment. Auch ohne Sieg wäre es ein Erfolg gewesen, räumt der OB ein. Schließlich erlebt die Stadt nicht jeden Tag einen solchen Zusammenhalt. Einwohner aus der Stadt und den Ortsteilen standen Schulter an Schulter mit Bürgern aus umliegenden Gemeinden wie Schmölln, Demitz-Thumitz oder Rammenau, ja sogar aus Kamenz und Bautzen.

Als Gewinn erhält Bischofswerda jetzt eine Werbekampagne bei Radio PSR im Wert von 10 000 Euro. Dafür wären ein längerer Beitrag oder aber mehrere Spots über die Stadt möglich, heißt es aus der Unternehmenskommunikation. Man werde sich mit dem OB abstimmen. Der möchte auf den Lebenswert in Bischofswerda verweisen, auf Familienfreundlichkeit mit günstigem Bauland und allem, was zum Leben dazugehört bis hin zu kulturellen Höhepunkten wie die Schiebocker Tage und die Karl-May-Festspiele. „Nicht nur die Sachsen werden wieder auf unsere Stadt aufmerksam.“ Der OB weiß das aus vielen wirtschaftsnahen Kontakten wie am Montag beim Gründernetzwerk der Hochschule Mittweida. Oder ab Dienstag auf der Hannover-Messe, wo er mehr als ein Dutzend Termine mit Geschäftsführern mittelständischer Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz wahrnehmen wird.

Eine Woche nach der Aktion sind die Bischofswerdaer selbst noch immer begeistert. „Eine tolle Werbung für die Stadt“ findet Diana Schmidt. Antje Stephan lobt, wie gut es organisiert war. Und Kerstin Kummer könnte sich sogar vorstellen, dass es mal eine ähnliche Aktion gebe. Nach Ansicht des OBs sei das Wir-Gefühl aus der Radio-Aktion in den Alltag zu transportieren und dafür zu nutzen, um 2017 die „Schiebocker Tage“ mit der 790-Jahr-Feier der Stadt zu einem Erlebnis für alle zu machen.

Die Marktbilder aller fünf Städte unter

www.radiopsr.de/3552857/Aktionen/7231586/die_radio_psr_sachsenmeisterschaften_2016.html