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Neulich in Schneemannshausen

Für einen Tag übernahmen in Dresden möhrennasige Kugelmänner das Kommando. Dann kam die Sonne...

Mit Stupsnase und strubbeligem Rauschebart versehen Nadja Hoehn und Falko Herwig ihren Schneemann, den sie am Montagnachmittag auf den Elbwiesen formten. Nur ein Blick auf die Altstadtkulisse ist ihrem Männlein leider nicht vergönnt.
Mit Stupsnase und strubbeligem Rauschebart versehen Nadja Hoehn und Falko Herwig ihren Schneemann, den sie am Montagnachmittag auf den Elbwiesen formten. Nur ein Blick auf die Altstadtkulisse ist ihrem Männlein leider nicht vergönnt. © Ronald Bonß

Sie grüßten von den Elbwiesen, aus Vorgärten und aus Parks. Überall in der Stadt wuchsen zwischen Sonntag und Montag Schneemänner in den Himmel. Und längst nicht nur Kinder tobten sich kreativ aus. So viel Schnee ist auch für Mama und Papa nicht mehr alltäglich.

Mangels Kohlen werden heutzutage meist Steine zu Augen umfunktioniert – wahlweise aber auch mal Kartoffeln oder Rosenkohl. Zwischen den Drei-Kugel-Klassikern entstanden auch eine Reihe bildhauerische Kunstwerke. Die einen saßen oder lagen auf Parkbänken. Die anderen feierten gleich ganze Familientreffen Nur eines hatten sie alle gemeinsam: Gegen die Sonne und die Plusgrade hatten sie keine Chance. Zuerst fielen die Hüte, dann oft die ganzen Schneemänner und -frauen. Nur wenige Exemplare dürften den Tag in einer schattigen Ecke überstanden haben. Aber das ist nun mal das Schicksal eines Schneemanns – wenn es nicht gerade Olaf aus der „Eiskönigin“ ist.

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Karen Barthel aus Schönfeld-Weißig formte sich selbst neben ihrem Mann Ralf-Gunther. Und dabei legte sie Wert aufs Detail: Der Herr ist Imker und die Frau „der Schwarm seines
Lebens“, wie das Schild um ihren Hals verrät.
Foto: privat
Karen Barthel aus Schönfeld-Weißig formte sich selbst neben ihrem Mann Ralf-Gunther. Und dabei legte sie Wert aufs Detail: Der Herr ist Imker und die Frau „der Schwarm seines Lebens“, wie das Schild um ihren Hals verrät. Foto: privat
Es müssen nicht immer nur drei
Kugeln sein. Dieser Schneemann im großen Garten durfte sich sogar über zwei richtige Beine freuen. Viel genutzt hat ihm das bei den Plusgraden allerdings auch nicht.
Foto: Sven Ellger
Es müssen nicht immer nur drei Kugeln sein. Dieser Schneemann im großen Garten durfte sich sogar über zwei richtige Beine freuen. Viel genutzt hat ihm das bei den Plusgraden allerdings auch nicht. Foto: Sven Ellger
Ganz entspannt sitzt diese zerbrechliche Schneefrau auf einer Bank am Ufer der Elbe und scheint geradezu dazu einzuladen, ihr doch ein bisschen frostige
Gesellschaft zu leisten. Foto: Imago/Johannes Koziol 
Ganz entspannt sitzt diese zerbrechliche Schneefrau auf einer Bank am Ufer der Elbe und scheint geradezu dazu einzuladen, ihr doch ein bisschen frostige Gesellschaft zu leisten. Foto: Imago/Johannes Koziol 
Der absolute Klassiker mit Möhren-
Nase, Topf-Hut und Arm-Stöcken
begrüßte zeitweise freudestrahlend die Besucher am Hellerrand. Foto: Henry Berndt
Der absolute Klassiker mit Möhren- Nase, Topf-Hut und Arm-Stöcken begrüßte zeitweise freudestrahlend die Besucher am Hellerrand. Foto: Henry Berndt
Bei diesem Kunstwerk war wohl ein Bildhauer am Werk: Den knollennasigen Hutträger zauberten Unbekannte nahe der Prießnitzmündung in die Landschaft. Schon am Montagmorgen fiel ihm allerdings buchstäblich sein Lachen aus dem Gesicht. Foto: Christoph Springer
Bei diesem Kunstwerk war wohl ein Bildhauer am Werk: Den knollennasigen Hutträger zauberten Unbekannte nahe der Prießnitzmündung in die Landschaft. Schon am Montagmorgen fiel ihm allerdings buchstäblich sein Lachen aus dem Gesicht. Foto: Christoph Springer
Ein über zwei Meter hohes Prachtexemplar bauten Lisa, Nataly und Vivien in einem Garten auf dem Heideweg in
Hellerau. Als Mütze bekam er einen
großen Bottich verpasst. Foto: privat
Ein über zwei Meter hohes Prachtexemplar bauten Lisa, Nataly und Vivien in einem Garten auf dem Heideweg in Hellerau. Als Mütze bekam er einen großen Bottich verpasst. Foto: privat

Nicht alle Dresdner bauten an weißen Männchen. Viele genossen das schöne Wetter, um die schönen Seiten des Winters zu genießen. 

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