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Schüler bestimmen beim Schulhof mit

An der Oberschule entwickeln Achtklässler in einem Kurs Ideen zur Umgestaltung des Geländes. Das wird 200 000 Euro kosten.

© André Braun

Von Doreen Hotzan

Leisnig. Der Schulhof muss schöner werden. Darin sind sich Sascha Till und Paul Kunze einig. Die beiden Achtklässler der Leisniger Peter-Apian-Oberschule haben auch schon konkrete Vorschläge, wie dieser künftig aussehen könnte. „Wir wünschen uns mehrere Sitzbänke und die Anschaffung neuer und größerer Fußballtore“, erläutert Sascha Till aus Großweitzschen. Gemeinsam mit Paul Kunze brachte er diese Ideen auf einem selbstentworfenen Plakat zu Papier. Das ist im Rahmen des Neigungskurses Schulhofgestaltung entstanden, der seit Schuljahresbeginn angeboten wird.

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„Daran nehmen derzeit 22 Schüler teil“, sagt Schulleiterin Kristin Dorias-Thomas. Der Kurs bietet aus ihrer Sicht enorme Vorteile. „Hier lernen die Kinder nicht nur, Sachen zu beschreiben, sondern es werden auch Kenntnisse in Mathematik abgedeckt. So müssen die Schüler Zahlen in einen Maßstab umrechnen“, erläutert Kristin Dorias-Thomas.

Die Schulhofumgestaltung ist im Rahmen des Projektes Jugendstadtrat ins Leben gerufen worden. „Das machen wir einmal im Jahr. Die Schüler initiieren eine fiktive Sitzung mit allem, was dazugehört. Dabei helfen die echten Stadträte den Schülern, die Anträge zu erstellen“, so die Schulleiterin. Diese wohnen der Sitzung auch bei. Die Idee mit der Umgestaltung fand bei den Räten Zustimmung. Nun unterstützt die Stadt Leisnig das Vorhaben.

Boden muss komplett erneuert werden

Schulleiterin Kristin Dorias-Thomas rechnet für die Umgestaltung des zweigeteilten Areals mit Gesamtkosten in Höhe von 200 000 Euro. Denn es geht nicht nur um das Aufstellen von Spielgeräten oder Sitzbänken. Auf dem unteren Schulhof muss der Boden komplett erneuert werden. Derzeit wird geprüft, ob für die Umgestaltung Fördermittel beantragt werden können. Dabei setzt die Verwaltung auf die Hilfe von Bauingenieur Olaf Weidauer von der Firma Strabau Projekt Leipzig GmbH.

Er war am Freitag zu Gast an der Schule und besuchte den Neigungskurs. Dort verschaffte sich der Fachmann einen Überblick über das Vorhaben. „Ich bin überrascht, wie intensiv sich schon mit dem Projekt auseinandergesetzt wurde. Die Kinder haben viele gute Ideen, die sich sicher umsetzen lassen“, so Olaf Weidauer.

Untätig waren die Schüler seit Beginn des Kurses keineswegs. „Als Erstes haben wir den Schulhof vermessen. Die so gewonnenen Daten mussten die Schüler anschließend maßstabgetreu umrechnen und auf Millimeterpapier einen Entwurf zeichnen“, so Lehrer Christian Knöbel. Anschließend recherchierten die Achtklässler im Internet, was Sitzbänke oder Tore kosten und erarbeiteten in Zweiergruppen Plakate, die dem Kurs präsentiert wurden. Das kam bei den Schülern gut an. „Wir haben hier immer viel zu tun. Es ist abwechslungsreich“, sagt Sascha Till. Seine Mitstreiterin Jil Freyer findet es toll, dass sie mitentscheiden können.