merken

Schüler rufen zum Klimastreik auf

Die Umwelt-Aktion „Fridays for Future“ hat auch Anhänger in Dresden. Diesmal machten sich Schüler der Freien Alternativschule stark für den Klimaschutz.

Die protestierenden Schüler mit ihren Plakaten.
Die protestierenden Schüler mit ihren Plakaten. © René Meinig

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Schulausflug. Über 60 Schüler der Freien Alternativschule Dresden (FAS) ziehen mit selbstgebastelten Plakaten und lauten Parolen wie „Schämt euch!“ und „Stoppt den Kohleabbau!“ durch die Dresdner Neustadt. Ihr Ziel ist das Königsufer im Rücken des Kultusministeriums. Dort hoffen sie, gehört zu werden.

Bereits im August 2018 streikte die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg erstmals gegen den Klimawandel. Kurze Zeit später entstand die Aktion „Fridays for Future“, die inzwischen weltweit jeden Freitag veranstaltet wird. „Wir als freie Alternativschule haben uns da mit eingeklinkt“, erklärt Thomas Markert. Hauptberuflich arbeitet er als Elektriker, engagiert sich aber für verschiedene umweltbewusste Vereine. Außerdem veranstaltet er leidenschaftlich gern Schulprojekte. „Vor einigen Wochen habe ich einen Projekttag mit der freien Alternativschule zum Thema Klima am Nordpol veranstaltet. Die Schüler hatten im Anschluss selbst die Idee, bei einer solchen Demonstration aktiv zu werden. Im Alleingang bastelten sie Plakate und erstellten Flyer.“

Gesundheit und Wellness
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de
Gesundheit und Wellness auf sächsische.de

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit und Wellness haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Diese Plakate halten sie nun in den Händen, sie sind an der Elbe angekommen. Thomas Markert spricht über ein Mikrofon zu den Schülern: „Wir streiken heute nicht nur in Dresden, wir haben Freunde in Aachen, in Berlin, in Bochum!“ Plötzlich geht das Mikrofon aus. „Da ist der Strom wohl alle.“ sagt Markert grinsend und macht ohne Anlage weiter.

„Der Tag fing mit einem Vortrag über unsere Umwelt an“, erzählt die zehnjährige Evelyn. Sie hat ebenfalls ein Plakat gebastelt. „Auf meinem Plakat sieht man einen Pinguin zusammen mit Plastikmüll auf einer Eisscholle im Meer.“ Die Überschrift hat Evelyn dick mit Rot geschrieben: „Müll, nein Danke – ich habe Angst!“ Einen Tag Arbeit steckt in ihrem Werk. Etwa eine halbe Stunde demonstrieren die Schüler vor dem Kultusministerium. Interessieren tut sich dafür aber anscheinend keiner, die Fenster bleiben geschlossen. Davon lassen sich die Aktivisten nicht unterkriegen. 

In Dresden ist die nächste Demo für den 15. Februar, 13 bis 16 Uhr, geplant. Dann vor dem Sächsischen Landtag.

Die zehnjährige Evelyn mit ihrem selbstgebastelten Plakat. 
Die zehnjährige Evelyn mit ihrem selbstgebastelten Plakat.  © René Meinig