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Schüler müssen nach Buspanne laufen

Freitagmittag bleibt ein Bus nahe Görlitz stehen. Die Eltern machen dem Fahrer nun Vorwürfe.

© Symbolfoto: Bernd März

Von Frank-Uwe Michel

Särichen. Eigentlich ist die Fahrt von Kodersdorf nach Horka ganz entspannt – auch für die Mädchen und Jungen der Kodersdorfer Oberschule, die per Bus den Heimweg antreten. Nicht so am Freitagmittag, als ihr Transportmittel in Särichen plötzlich den Geist aufgibt. Eltern beschweren sich nun, dass es nicht angehen könne, dass ihre Kinder den – je nach Wohnort – noch einige Kilometer langen Heimweg zu Fuß bewältigen oder per Handy privaten Fahrersatz organisieren mussten.

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Blick auf die Adolf-Traugott-von-Gersdorf-Oberschule in Kodersdorf, von wo aus der Bus startete. © Jens Trenkler

Bei der in Zittau ansässigen Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck, die seit 1. Januar 2018 die Linie 138 bedient, kennt man das aufgetretene Problem. Verkehrsmeister Alexander Kretschmar: „Unser Fahrer hatte den Ausfall an die Zentrale gemeldet. Wir haben dann das in solchen Fällen übliche Prozedere in Gang gesetzt.“ Vom näher gelegenen der beiden KVG-Betriebshöfe sei ein Ersatzfahrzeug nach Särichen geschickt worden, ebenso machte sich ein Abschleppfahrzeug von Löbau aus auf den Weg. „Bei dem Bus war der Wasserschlauch geplatzt, da geht beim Weiterfahren die Maschine fest“, begründet Kretschmar.

Der Fahrer habe die Kinder über die Situation informiert und darauf hingewiesen, dass es eine Dreiviertelstunde dauern könne, ehe der Ersatzbus an Ort und Stelle sei. „Das hat den Schülern offenbar zu lange gedauert und sie haben sich zu Fuß auf den Weg gemacht oder ihre Eltern verständigt, um sie abzuholen. Als das Ersatzfahrzeug eintraf, war jedenfalls kein Fahrgast mehr da.“

Laut Alexander Kretschmar war die von ihm am Freitag veranlasste Variante der schnellste Weg, um Hilfe zu organisieren. „Eine näher gelegene Betriebsstätte haben wir leider nicht. Wir hoffen, dass wir unser Objekt in Görlitz demnächst so weit ertüchtigen können, dass wir von dort aus dann schneller am Einsatzort sind.“ Im Übrigen seien die eingesetzten Busse sehr zuverlässig. „Im Januar und Februar hatten wir gar keine Ausfälle zu beklagen.“ Der Defekt in Särichen sei deshalb ein bedauerlicher Einzelfall.