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Schützenhaus beendet Party-Pause

Am Freitag wird im Saal der einst beliebten Veranstaltungsstätte nach langer Zeit wieder getanzt. Das soll Auftakt für mehr sein.

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© Carmen Schumann

Von Katja Schäfer

Sohland. Ins Sohlander Schützenhaus zieht wieder Leben ein. Nach sieben Jahren Pause wird am Freitag der Saal mit einer Party neu eröffnet. „Damit wollen wir an alte Zeiten anknüpfen“, sagt Alexander Heinze. Und zwar an jene Zeiten, in denen im Schützenhaus jedes Wochenende was los war. Ab 1992 fanden in dem großen Gebäude unterhalb der Sternwarte etwa zehn Jahre lang Discos statt. „Dazu kamen Leute aus der ganzen Umgebung nach Sohland“, erinnert sich der 30-jährige Heinze gern, der zumindest die letzte Zeit miterlebt hat.

2005 erfolgte dann der Umbau zum Veranstaltungshaus. Neben Partys standen auch Konzerte auf dem Programm. Die Ostrockband City trat ebenso auf wie Schlagersänger Roland Kaiser. „Das Programm war gemischt. Mal gab’s was für Jüngere, mal für Ältere“, erzählt Robert Schubert (30), der sich zusammen mit seinem Bruder Richard (26) und Alexander Heinze für die Wiederbelebung des Schützenhauses an der Schluckenauer Straße 8 engagiert.

Doch nach etwa fünf Jahren war plötzlich Schluss mit den Veranstaltungen. Warum? Die Männer sehen sich fragend an und zucken mit den Schultern. Einen Grund oder Anlass habe es damals nicht gegeben. „Wir haben einfach nichts mehr gemacht“, sagt Robert Schubert.

Besucher-Ansturm beim Test

Doch jetzt sind die Sohlander wieder aktiv. Zu Weihnachten letzten Jahres organisierten sie die erste Party im Schützenhaus. Aber nicht im Saal, sondern in der ehemaligen Gaststätte, die Robert Schubert zu gemütlichen Clubräumen umgestaltet hat. Moderne Sitzgarnituren und flache Tischchen stehen an der Fensterseite; gegenüber eine schicke Bar. Music Lounge nennen die Männer den Bereich, der für Feiern – egal ob Geburtstag oder Hochzeit – gemietet werden kann. Bis zu 80 Leute haben darin Platz. Mehr als doppelt so viele begehrten Einlass, als die Weihnachtsparty stattfand. „Obwohl wir keine Werbung gemacht, sondern den Termin nur auf unsere Facebook-Seite gestellt hatten“, ist Robert Schubert noch immer begeistert. „Wir konnten leider gar nicht alle reinlassen“, bedauert Alexander Heinze und berichtet davon, dass die Besucher bettelten: „Macht den Saal auf. Macht den Saal auf.“ Doch das ging zu diesem Zeitpunkt nicht.

Aber jetzt. Alexander Heinze, Robert und Richard Schubert haben den Saal in den vergangenen Tagen und Wochen sauber gemacht, kleine Reparaturen erledigt, hier und da frische Farbe aufgetragen, Traversen aufgebaut, eine Lichtanlage installiert, Getränke besorgt und einiges mehr. Das Programm steht schon seit Längerem. Unter dem Motto „Hochanständig feiern“ sorgen Team 903, Hochanstaendig, Tom Bosley und Radiofucker für Musik zum Tanzen und Feiern. Beginn ist um 22 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro. Es gilt P 18. 900 bis 1 000 Leute passen in den Saal rein. Und die Veranstalter hoffen, dass er am Freitag richtig voll wird. Denn die Party ist als Auftakt für weitere gedacht.

Jeden Monat soll was los sein

„Künftig wollen wir einmal im Monat was machen“, kündigt Alexander Heinze an. Allerdings wird den Sommer über erstmal geplant. Denn da feiern die Leute lieber draußen, wissen er und seine Mitstreiter aus eigener Erfahrung. So richtig los gehen soll es im Schützenhaus dann ab Herbst.

Planen, organisieren, vorbereiten – die drei Männer machen das alles in ihrer Freizeit; in Abstimmung mit Uwe Klare, der Eigentümer und Betreiber des Schützenhauses ist. „Wir wollen, dass hier wieder was los ist“, begründet Robert Schubert schlicht. Am Freitagabend bekommen sie Unterstützung von einigen Helfern. Rund 15 Leute werden im Einsatz sein, zum Beispiel am Einlass und an der Bar.

„Hochanständig feiern“, 25. März, 22 Uhr, Eintritt 8 Euro