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Löbau

Schwarzarbeiter auf Baustelle geschnappt

Bundespolizisten nahmen die Baustelle einer Seniorenwohnanlage in Seifhennersdorf unter die Lupe. Dort lag einiges im Argen.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Bundespolizei und Zoll haben am Dienstag sechs Schwarzarbeiter erwischt, als sie in Seifhennersdorf Räume einer Baufirma an der Baustelle einer Seniorenresidenz durchsuchten. Es wurden sechs ukrainische Staatsbürger in Gewahrsam genommen, teilt Bundespolizei-Sprecher Alfred Klaner mit. Der Ermittlungsrichter hatte die Durchsuchung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Görlitz durchführen lassen.

Vorangegangen waren Ermittlungen der Bundespolizei Ebersbach sowie der
Finanzkontrolle Schwarzarbeit Bautzen. Demnach bestand der Verdacht, dass
osteuropäische Staatsbürger sich mit falschen Dokumenten als EU-Bürger ausgeben
und im Baubereich arbeiten. Diese würden aber als Drittstaatsangehörige ein
Visum und eine Arbeitserlaubnis benötigen. Außerdem muss für ordnungsgemäße
Sozialabgaben Sorge getragen werden.

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Im Zuge der um 8.20 Uhr begonnenen Baustellenkontrolle trafen die Beamten von Zoll und Bundespolizei sechs Männer im Alter zwischen 18 und 53 Jahren an, die hier arbeiteten. Sie zeigten litauische und rumänische Ausweise vor. Bei diesen handelte es sich jedoch um Fälschungen. Wie sich herausstellte, kommen die Männer aus der Ukraine und wohnen in einer nahen Unterkunft.

Die Einsatzkräfte durchsuchten daraufhin diese Räume und die Geschäftsräume des Inhabers der Firma. Die Beamten stellten Geschäftspapiere sicher und fanden in der Unterkunft Dokumente, die eine Erwerbstätigkeit der sechs Ukrainer belegen. Außerdem wurden insgesamt 29.900 Euro Schwarzarbeitslohn beschlagnahmt.

Die sechs Ukrainer wurden in Gewahrsam genommen. Die zuständige Ausländerbehörde
prüft deren Verbleib. Sie müssen sich wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und Urkundenfälschung sowie der Aufnahme einer unerlaubten Erwerbstätigkeit verantworten. Der Gesetzgeber sieht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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