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Sebnitz

Sebnitzer Brückenschänke gewinnt Gold

Der Hotel- und Restaurantbetrieb überzeugt beim Dehoga-Umweltcheck erneut und bekommt das besondere Gütesiegel. Die Kriterien dafür sind streng.

Barbara Motz vom Hotel und Restaurant Brückenschänke in Sebnitz steht wieder vor hochgestellten Stühlen. Einen Lichtblick gibt es dennoch.
Barbara Motz vom Hotel und Restaurant Brückenschänke in Sebnitz steht wieder vor hochgestellten Stühlen. Einen Lichtblick gibt es dennoch. © Daniel Schäfer

Barbara und Andreas Motz würden jetzt gern mit ihrem Team und engen Freunden feiern. Doch das geht im Moment coronabedingt nicht. Obwohl der Anlass dafür ein richtig guter wäre. Denn das Hotel und Restaurant Brückenschänke in Sebnitz konnte erneut beweisen, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit keine Floskel im Betrieb sind. Nach 2018 haben sie sich erneut am Umweltcheck des Dehoga-Bundesverbandes beteiligt. Vor wenigen Tagen haben sie die Plakette wiederholt in Gold gewonnen.

"Die Auszeichnung bestätigt unseren eingeschlagenen Weg für mehr Nachhaltigkeit in unserem Betrieb. Und wir sind natürlich stolz darauf, dass unsere umweltbewusste Betriebsführung mit dieser Auszeichnung belohnt wurde", sagt Wirtin Barbara Motz.

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Brückenschänke setzt auf wenig Restmüll

Die Kriterien sind streng. Deshalb haben Barbara und Andreas Motz sowie ihr Team einige Anstrengungen unternommen. Teilnehmer des Umweltchecks müssen sich zum Beispiel einer kritischen Überprüfung der Bereiche Energie- und Wasserverbrauch, dem Abfallaufkommen beziehungsweise Restmüll und dem regionalen Einkäufen von Lebensmitteln unterziehen. Für jede der Kategorien gibt es differenzierte Grenzwerte und Anforderungen an die Auszeichnungsstufen. Diese gibt es in Bronze, Silber und Gold gibt. "Wir tragen die Verantwortung für die nachfolgende Generation und haben daher unsere Verbräuche auf das notwendige Maß reduziert, um Umwelt und Klima möglichst wenig zu belasten", sagt Barbara Motz.

Wäsche trocknet in der Brückenschänke draußen

Schon als sich das erste Mal beworben und ebenfalls mit Gold belohnt wurden, hatten sie zum Beispiel ihre gesamte Speisekarte umgestellt. Mit dem Ziel, die Lebensmittel auch in der Region oder eben in Deutschland kaufen zu können. Es gibt nicht mehr Weine aus Südafrika, sondern aus Baden und Sachsen. Das Mineralwasser kommt ebenfalls aus Sachsen. Die Fruchtaufstriche sind alle selbst gemacht.

Und auch beim Energieverbrauch konnte so einiges eingespart werden, seit die Wäsche nicht im Trockner, sondern an der frischen Luft trocknet. Um auch ihre Gäste von noch mehr Regionalität zu überzeugen, haben sie ein eigens "Gutes von hier"-Regal in ihrem Lokal. Dieses ist bestückt mit den Produkten der regionalen Label-Partner. Diese können dann von den Gästen als Reisemitbringsel erworben werden. Die müssen dann nicht mal mehr weite Wegstrecken mit ihren Fahrzeugen zu den "Gutes von hier"-Anbietern zurück legen. Spart Benzin, schont die Umwelt. "Letztlich ist es die Summe der Maßnahmen, die zum Erfolg führt. Doch es beginnt bei der konsequent umweltschonenden Ausrichtung des Betriebes und damit einer entsprechenden Haltung der Mitarbeiter", sagt Barbara Motz.

Nur fünf Goldsiegel in Sachsen

Seit Beginn der Kampagne haben sich deutschlandweit fast 6.000 Unternehmen aus dem Gastgewerbe daran beteiligt. Aktuell gibt es in Sachsen nur sechs Hotels mit einer solchen Auszeichnung, fünf davon in Gold. Das Hotel und Restaurant Brückenschänke steht damit in einer Reihe mit den Ahorn-Hotels in Oberwiesental und Altenberg und dem Hotel Markgraf in Leipzig. "Wir spüren schon eine verstärkte Nachfrage unserer Gäste im Hinblick auf nachhaltiges und umweltbewusstes Wirtschaften", sagt die Wirtin.

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