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Selber sägen für den schönsten Baum

Rund um Dresden gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, den Weihnachtsbaum selbst zu schlagen. Die SZ verrät, wo.

© Steffen Unger

Von Jana Mundus

Für den schönsten Weihnachtsbaum stehen einige früh auf. Das weiß Jürgen Otte vom Fischbacher Revier des Sachsenforsts aus den vergangenen Jahren. Überpünktlich werden die ersten am Sonnabend um 10 Uhr vor der Weihnachtsbaumplantage an der B6 stehen, gleich in der Nähe der Gaststätte „Schwarzes Ross“. Denn wer sich seinen Baum selbst aussucht und sägt, will auch einen schönen nach Hause tragen. In verschiedenen Revieren bietet der Staatsbetrieb Sachsenforst ab dem kommenden Wochenende das Selbstschlagen der Weihnachtsbäume an. Nicht die einzige Möglichkeit rund um Dresden.

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Die Kunden haben die Wahl. Jürgen Otte und seine Kollegen haben am Sonnabend bis 14 Uhr Blaufichten, Omorikafichten, Gemeine Fichten, Kiefern und Bergkiefern im Angebot. Jedes Jahr verkaufen sie Hunderte. „In diesem Jahr haben wir in den Revieren Fischbach und Graupa fast 5.000 Bäume nachgepflanzt“, sagt Otte. Nach fünf Jahren können die ersten Kiefern des Jahrgangs 2013 für das Weihnachtsfest geschlagen werden, alle anderen Sorten brauchen sechs bis zehn Jahre, bis sie die richtige Größe erreicht haben. „Gefragt sind vor allem Bäume zwischen 1,50 und zwei Metern Höhe.“ Es wären aber auch ganz stolze Exemplare mit bis zu vier Metern Höhe im Angebot. Egal wie groß, alle Bäume kosten 15 Euro. „Ein paar Tannen haben wir auch, die gibt es für 20 Euro“, fügt er hinzu. Wer keine eigene Säge dabei hat, kann sich vor Ort eine ausleihen. Zu Hause sollte sich der Baum in Garage oder Keller erst einmal an die wärmeren Temperaturen im Haus gewöhnen. „Auf jeden Fall sollte er nicht gleich in die warme Stube, sonst verliert er seine Nadeln“, so Otte.

Ulrich Kleinstäuber ist ebenfalls Experte in Sachen Weihnachtsbäume. Sein Vater begann 1989 mit dem Anbau der Bäume in Stolpen und in Bahratal. Ulrich Kleinstäuber kümmert sich heute um die Plantage unterhalb der Burg Stolpen, auf der jedes Jahr bis zu 25.000 Bäume nachgepflanzt werden. Sein Bruder hat die andere übernommen. „Die Leute können sich die Bäume bei uns selbst aussuchen und schlagen“, erklärt Kleinstäuber. Außerdem betreiben sie mehrere Verkaufsstellen, auch in Dresden. Je nach Aussehen des Baums zahlen Kunden ab sieben Euro für eine Blaufichte bis zu weit höheren Preisen für eine große Nordmanntanne. „Im Schnitt kosten die Bäume bei uns 22 Euro.“

Hier können Sie Bäume schlagen

Bis 24. Dezember:
Täglich von 9 bis 17 Uhr auf dem Kammerhof in Markersbach (Bahratal)

Bis 24. Dezember:
Täglich von 9 bis 16 Uhr auf der Plantage unterhalb der Burg Stolpen

Sonnabend, 7. Dezember:
Von 10 bis 14 Uhr in Fischbach, Waldsiedlung (Nähe B 6 - Schwarzes Ross)
15 Euro/Baum, Tannen 20 Euro

Sonnabend, 7. Dezember:
Von 10 bis 14 Uhr in Fischbach, Waldsiedlung (Nähe B 6 - Schwarzes Ross)
15 Euro/Baum, Tannen 20 Euro

Sonnabend, 14. Dezember:
Von 10 bis 14 Uhr in Graupa, Marktweg im Tännicht (zwischen Pillnitz und Pirna)
15 Euro/Baum, Tannen 20 Euro

Sonntag, 15. Dezember:
von 10 bis 15 Uhr in Großharthau Seeligstadt, Nähe B 6 – Richtung Bahnübergang Seeligstadt
15 Euro/Baum, Tannen 20 Euro

Sonnabend, 21. Dezember:
Von 10 bis 15 Uhr in Großröhrsdorf, Staatsstraße Radeberg – Großröhrsdorf, Ortseingang Großröhrsdorf
15 Euro/Baum

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Am Wochenende wird der Kundschaft das Selbstschlagen noch versüßt. Dann organisiert die Gärtnerei einen Glühweinausschank und Würste vom Grill. „Wer es ruhiger mag, sollte in der Woche kommen“, rät der Chef. Kurz vor dem Fest sollten die Bäume allerdings nicht mehr geschlagen werden. „Ein Baum braucht fünf Tage, um sich zu erholen.“ Vor allem in den ersten drei Tagen sollten sie gut gegossen werden. Für Blaufichten hat Kleinstäuber noch einen besonderen Tipp: In Zuckerwasser gestellt, halten sie besonders lange.