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Sexueller Übergriff im Arnhold-Bad

Am Samstagabend näherte sich ein Mann einer 12-Jährigen und berührte sie unsittlich. Während das Opfer den Vorfall meldete, flüchtete der Täter.

Von Juliane Richter
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Das Georg-Arnhold-Bad in Dresden.
Das Georg-Arnhold-Bad in Dresden. © Archivbild: Christian Juppe

Dresden. Ein unbekannter Mann hat am Samstagabend eine Zwölfjährige im Georg-Arnhold-Bad offenbar sexuell missbraucht. Wie die Polizei informiert hat, habe sich der mutmaßliche Täter dem Kind im Schwimmbecken genähert und es an der Innenseite der Oberschenkel unsittlich berührt.

Danach sei er dem Kind in den Strömungskanal im Außenbereich gefolgt und habe dort seinen Penis entblößt. Das US-amerikanische Kind flüchtete, erzählte seiner Mutter davon, und diese verständigte den Bademeister. Der Täter sei daraufhin jedoch geflohen und konnte laut Polizei auch nicht mehr festgestellt werden. Das Kind habe sein Aussehen als südländisch beschrieben.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art im Georg-Arnhold-Bad. Im Februar 2016 hatten ein Syrer und ein Iraner zwei Mädchen im selben Bad unsittlich berührt und waren später wegen sexuellen Missbrauchs zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Damals hatte der Badbetreiber, die Bäder GmbH, dahingehend reagiert, dass die Baderegeln seitdem in Comicform dargestellt werden, damit sie auch für Bürger anderer Nationalitäten eindeutig erkennbar sind.

Lars Kühl, Sprecher der Bäder-GmbH, erklärt auf SZ-Anfrage, dass die Möglichkeiten, derartige Übergriffe künftig zu verhindern, gering sind. „Das Personal passt natürlich auf. Aber gerade an den Wochenenden ist das Bad sehr voll“, sagt er. Wie oft es zu derartigen Übergriffen komme, kann er nicht sagen. Prozentual würden sie häufiger von ausländischen Gästen verübt, es habe aber auch schon Übergriffe durch Deutsche gegeben. „Wir gehen bei all unseren Gästen natürlich zunächst von der Unschuldsvermutung aus und verwehren deshalb auch niemandem den Zutritt zu unseren Bädern“, sagt Kühl. 

Sollte sich allerdings ein Verdacht bestätigen, würde ein Hausverbot erteilt. Im Fall vom Sonnabend wird laut einem Polizeisprecher die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernehmen. Im Arnhold-Bad gibt es Überwachungskameras. Ob die Aufnahmen geeignet sind, müsse die Polizei prüfen, sagt Lars Kühl.

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