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Sichtschutz für Nacktbader

Die FKK-Freunde in Nachbarschaft zu einem Asylbewerberheim bleiben unbehelligt. Der Landkreis muss investieren.

© Norbert Millauer

Meißen/Volkersdorf. Niemand wolle den FKK-Freunden in Volkersdorf das Nacktbaden vermiesen. Dies hat jetzt die Sprecherin des Landratsamtes Meißen Kerstin Thöns mitgeteilt. Die Anhänger der Freikörperkultur hatten zuvor Bedenken geäußert, dass es zu Problemen kommen könne, da in Nachbarschaft des FKK-Camps eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende geplant ist. „Auf Wunsch der FKK-Freunde wird in einen Sichtschutz entlang der Gemeinschaftsunterkunft Richtung Bad investiert. Allerdings durch den Landkreis und nicht wie gewünscht durch den Verein“, schreibt Sprecherin Kerstin Thöns. Gleichzeitig widerspricht sie einer Darstellung, wonach das Landratsamt den Nacktbadern auf ihre Anfrage wegen eines Sichtschutzes lediglich eine Badeordnung in verschieden Sprachen geschickt habe. „Wer sich da einen Scherz mit den Nudisten erlaubt hat, wird wohl ein ewiges Geheimnis bleiben“, so Kerstin Thöns.

Die Geschichte zu den Protesten der FKK-Freunde ist in den vergangenen Tagen international auf großes Echo gestoßen. Artikel erschienen in der renommierten Londoner Times, in der auflagenstärksten niederländischen Zeitung De Telegraaf, im polnischen Nachrichtenmagazin Wprost, in dänischen Zeitungen sowie auf verschiedenen ungarischen Internet-Seiten.

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Der Campingplatz der Waldteichfreunde ging um etwa 1910 aus Vorläufern der FKK-Bewegung hervor. Am FKK-Gebot halten die Waldteichfreunde weiterhin fest – zumindest auf der Liegewiese und beim Baden. Viele Urlauber verbringen regelmäßig ihre Ferien in der Anlage. Dauercamper aus ganz Sachsen, Thüringen und sogar aus Polen hält es seit Jahren am Niederen Waldteich. (SZ/pa)