merken

Bei der großen Premiere dabei

Chorsänger aus der Großenhainer Region sorgen mit für Gänsehaut bei der Landesbühnen-Produktion „In Gottes eigenem Land“.

© Krüger-M.

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Radebeul/Großenhain. Wenn es stimmt, was Romanautor Eberhard Görne sagte, dass am Sonnabendabend in Radebeul deutsche Theatergeschichte geschrieben wurde, dann gehören auch sie dazu: Mitglieder aus Großenhainer Chören. Sie sangen bei der Uraufführung des Schauspiels „In Gottes eigenem Land“ mit. Eigentlich ist der Großenhainer Projektchor mit Stimmen des Frauenchores „Sacka singt“, der Singgemeinschaft Großenhain, dem Kirchenchor und dem Männerchor Schönfeld sowie dem Männergesangsverein Tauscha erst bei der Aufführung am 11. Juni im Großenhainer Kulturschloss im Einsatz. Doch weil Sänger für die ersten Aufführungen in Radebeul gebraucht wurden, sagten einige zu. „Das hieß zusätzliche Proben an den Landesbühnen“, so Carin Niemz von „Sacka singt“. Viele Tage sind die Sänger abends nach Radebeul gefahren, haben sehr viel Zeit in die Proben investiert.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Wenn Maschinen denken

In Hollywoodfilmen übernehmen Roboter schon mal die Weltherrschaft. Künstliche Intelligenz als Horrorszenario. Die Realität ist jedoch nicht weniger spektakulär. An der TU Dresden beginnen Supercomputer zu lernen.

Denn auch wenn sie musikalisch das Stück entscheidend mitgestalten, zogen sich die Szenenproben doch hin. „Das hieß warten, manchmal stundenlang“, so Niemz. „Aber uns war klar, dass das eine einmalige Chance ist“, sagt Frank Petrick vom Schönfelder Männerchor. Die Chance, mit echten Schauspielern und Profisängern auf der Bühne zu stehen. Und natürlich mit Gojko Mitic, der als Indianer quasi die Galionsfigur der Produktion ist. Frank Petrick nahm die Woche vor der Uraufführung sogar Urlaub, denn sonst hätte er den Probenplan nicht einhalten können. „Aber wir hatten ja ein Ziel vor Augen, und das ist schon ein großes Erlebnis“, sagt er.

Da können ihm die anderen nur beipflichten. In langen dunklen Roben singen die Choristen vor allem am Anfang und am Schluss, sie tragen Kirchenlieder vor und sorgen mit ihren eindringlichen Stimmen tatsächlich für Gänsehaut. Die fünf Stücke mussten sich die Sänger zuerst selbst einstudieren, dann wurde der Laienchor vom Profi der Landesbühnen und vom Ensemble Nobiles angeleitet. „Die haben aus uns richtig war herausgekitzelt“, sagt Catrin Niemz stolz. Frank Petrick meint, dass mit dieser Theaterproduktion im Reformationsjahr was Großes gestartet wurde. Das spürten die Sänger auch am Schlussbeifall. Nun wünschen sie sich aber, dass Stück mal im Ganzen zu sehen. Denn das ist ihnen durch ihr abschnittsweises Auftreten noch nicht gelungen. Doch bis Sommer gibt es ja noch zahlreiche Vorstellungen. Die Ersten sind allerdings schon ausverkauft. Ein Wiedersehen mit den Profisängern vom Ensemble Nobiles aus Leipzig gibt es aber noch einmal am 11. September. Um 17 Uhr kommen sie in die Sackaer Kirche zu einem Benefizkonzert für die Orgel. Organisiert hat das Jane Taubert von „Sacka singt“.

11. Juni 18 Uhr Kulturschloss Großenhain, 505555;

www.ingotteseigenemland.de