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Siegerin mit trauriger Geschichte

Eine Schülerin des Lessing-Gymnasiums hat bei einem Wettbewerb gewonnen. In Lessings Geburtsstadt.

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© DA

Von Jens Hoyer

Döbeln. Josephine Wunderlich aus der 9. Klasse des Lessing-Gymnasiums schreibt seit zwei oder drei Jahren Geschichten. Sie hat auch schon zwei in einem Portal im Internet veröffentlicht und dafür viele positive Reaktionen bekommen, erzählt die 15-Jährige. Jetzt der nächste Erfolg: Für einen ihrer Texte hat sie beim Wettbewerb „Lessing zeilenweise“ einen Preis abgeräumt.

Sie hat eine zu Herzen gehende Geschichte eines Mädchens erzählt, das ihren Vater kaum kennt. „Die Eltern haben sich getrennt, als das Mädchen fünf Jahre alt war“, sagt sie. Es sei nicht ihre eigene Geschichte, aber sie habe „persönliche Eindrücke“ mit hineingenommen. Das Schreiben könnte sie sich auch als Beruf vorstellen. „Ich würde gern Journalistin werden.“ Eine passende Studienrichtung gibt es gleich in der Nähe. „In Leipzig kann man kreatives Schreiben studieren“, sagte sie.

Einige Musikstudenten hatten die elf Wettbewerbsbeiträge der Sieger im Kamenzer Lessing-Museum vorgetragen. Die eingereichten Texte sollten sich an vorgegebenen Darstellungsformen orientieren. Möglich war eine Erzählung über Vertrauen oder Misstrauen gegenüber einem Menschen und was sich daraus entwickelt. Beachtet werden sollten zudem Zitate Lessings: „Die Menschen sind nicht immer das, was die scheinen“ und „Was man nicht zu verlieren fürchtet, hat man zu besitzen nie geglaubt und nie gewünscht“ aus „Nathan der Weise“.