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Dippoldiswalde

Skandal-Turm hat es geschafft

Das originelle Bauwerk bei Ruzova in der Böhmischen Schweiz ist Turm des Jahres.

Der Aussichtsturm in Ruzova ist Turm des Jahres 2018. © Foto: Petr Spanek

Die Böhmische Schweiz kann sich über einen neuen Titel freuen. Der neue Turm auf dem Pastevni vrch (Hutberg) wurde zum Aussichtsturm des Jahres 2018 gewählt. An dem Wettbewerb nahmen insgesamt elf Türme teil, die 2018 neu eröffnet wurden. Der Aussichtsturm auf dem Hutberg wurde im April eröffnet und schon vorher aufgrund seiner einzigartigen Form heiß diskutiert. Schnell hatte er einige Spitznamen weg, die nur zum Teil schmeichelhaft waren: Totenkopf, Gasmaske, Brustwarze. Die Gemeinde Ruzova (Rosendorf), die den Bau seit Jahren plante und gegen große Widerstände vor allem von Naturschützern durchsetzte, nannte den Turm einfach Ruzenka (deutsch: Röschen).

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Der Bau ist das Werk des Architektenbüros Mjölk aus Liberec (Reichenberg), das sich mit Entwürfen für Aussichtstürmen bereits einen Namen gemacht hat. Bei dem auf dem Hutberg standen auch die Bunker der tschechoslowakischen Verteidigungslinie aus den 1930er-Jahren Pate. Der Beton soll jedoch bald von Grün überwuchert werden, das sich an den Außenwänden hochranken soll. Von dem nur 6,20 Meter hohen Turm hat man eine überwältigende Sicht auf die Gipfel der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und des Böhmischen Mittelgebirges. Die kleinen Türme waren in dem diesjährigen Ausscheid übrigens ganz groß. Hinter dem auf dem Hutberg, der übrigens 334 von 1 109 Stimmen erhielt platzierte sich mit 138 Stimmen der nur 7,33 Meter hohe Turm auf dem Berg Rubín bei Podborany (Podersam). Auf Platz drei landete der Turm Kopaninka bei Prostejov in Mähren.

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