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So leben Zittauer Studenten

900 junge Leute sind neu an der Hochschule. SZ zeigt, wie sie untergekommen sind.

© Erik-Holm Langhof

Von Erik-Holm Langhof

Seit September läuft nun das Wintersemester, und die Studenten haben alle einen Wohnplatz in der Gegend gefunden. Doch wie leben sie?

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Der Alleinwohnende: Nach einer Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in den Görlitzer Siemens-Werken entschied sich Eric Himpel, ein Studium an der Hochschule Zittau/Görlitz anzufangen. Seit Ende September lernt er nun am Zittauer Standort Maschinenbau als
Der Alleinwohnende: Nach einer Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in den Görlitzer Siemens-Werken entschied sich Eric Himpel, ein Studium an der Hochschule Zittau/Görlitz anzufangen. Seit Ende September lernt er nun am Zittauer Standort Maschinenbau als © SZ Thomas Eichler

An der Hochschule Zittau/Görlitz wurden sie alle Neuankömmlinge feierlich immatrikuliert. Zum Wintersemester 2016/2017 sind dies fast 400 Neueinschreibungen am Zittauer Standort. Hinzu kommen mehr als 100 Absolventen aus dem Studienkolleg, wie Hochschulsprecherin Hella Trillenberg mitteilt. In diesem werden die Studenten aus aller Welt mit der Sprachausbildung auf ein Studium in Deutschland vorbereitet. Insgesamt verzeichnet die Hochschule Zittau/Görlitz an beiden Standorten etwa 900 Neuankömmlinge, darunter circa 220 ausländische Studenten. „Der Ausländeranteil steigt somit um etwa 10 Prozent zum Vorjahr“, wie Frau Trillenberg weiter mitteilt.

Auf dem Weg zu seinem Abschluss ist nun auch Eric Himpel. Er startete im Studiengang Maschinenbau und erledigt diesen in einem berufsbegleitenden Kiastudiengang. Auf der Suche nach einer günstigen Wohnsituation entschied sich der 23-jährige für eine 1-Raum-Wohnung am Zittauer Stadtring. „Ich mag es, zu Hause meine Ruhe zu haben und entschied mich deshalb für eine eigene Wohnung“, so Himpel. „In Zukunft kann ich mir aber auch vorstellen mit Freunden in eine Wohngemeinschaft zu ziehen, wenn es passt.“

Constantin Kupko hingegen lebt seit Oktober in einem Zittauer Wohnheim und muss für sein Studium nun täglich mit dem Nahverkehr zwischen Zittau und Görlitz pendeln. „Die Fahrten sind sehr Zeitaufwendig“, sagt der gebürtige Dresdner und erklärt, dass er viel lieber in Görlitz wohnen würde. „Leider war aber kein Zimmer im Wohnheim mehr frei, weshalb die Alternative Zittau war“, so Kupko weiter.

Doch zum großen Teil können die Neuankömmlinge ihre Wohnsituation selbst gut wählen, wie die Befragten sagen. Dabei ist das Wohnheim noch immer eine sehr preisgünstige Lösung, aber auch eine eigene Wohngemeinschaft unter Kommilitonen ist nicht zu teuer. Armin Schüttig ist in einer solchen WG untergekommen. „Wir drei sind wie eine Familie und sind schon gemeinsam hierher gezogen“, berichtet der gebürtige Brandenburger. „Es ergab sich die Möglichkeit gemeinsam eine Wohnung in der Innenstadt zu mieten und diese haben wir dann genutzt.“ Wie der Student der Betriebswirtschaftslehre berichtet, mag er besonders das Zittauer Gebirge und die Möglichkeiten sich sportlich auszuprobieren. „Zukünftig kann ich mir zumindest sehr gut vorstellen in der Region zu wohnen“, sagt der 21-jährige.

Wie Schüttig weiter erzählt, ist der Trend, in einer WG zu leben, weiterhin steigend. „Viele meiner Freunde entschlossen sich dazu, zusammen zu ziehen und bis zum Ende ihrer Hochschulzeit alles gemeinsam zu bestreiten“, berichtet er. Besonders in Zittau kann man dies innerhalb des Stadtkerns häufig feststellen. Sehr attraktiv sind dabei besonders die nahen Anbindungen zu Geschäften und den Veranstaltungen am Wochenende, erklären die Befragten übereinstimmend. „Auch wenn man nach 21 Uhr in der Woche oft niemanden mehr auf der Straße sieht“, ergänzt Constantin Kupko lachend.