Teilen:

So soll das DVB-Hochhaus bald aussehen

© Simmel/archlab.de

Der Investor hat am Mittwoch die Pläne für die Fassadengestaltung des Gebäudes am Albertplatz vorgestellt - doch noch sind nicht alle Hürden aus dem Weg geräumt.

Dresden. Es knirscht beim Aufstieg in die neunte Etage. Glas von zerbrochenen Fenstern liegt in jedem Raum, auf jeder Stufe. „Das Haus ist seit 1996 verlassen, demzufolge Vorsicht in der Ruine“, sagt Peter Simmel am Mittwoch beim Vorort-Termin. In den kommenden Wochen werden die ersten Arbeiten auf dem Gelände beginnen, verkündet der Lebensmittelhändler aus Oberbayern. 2015 soll der Markt fertig sein und das Hochhaus in neuem Glanz erstrahlen.

Doch momentan hat Simmel nur eine Teilbaugenehmigung. Probleme bereiten dem Investor die aktuellen Bauarbeiten auf der Königsbrücker Straße sowie Grundwasserprobleme und Schwierigkeiten mit der Verankerung des Hochhauses. Erst wenn die gelöst sind, gibt es die komplette Baugenehmigung.

Vor allem die Fassade des Bauwerks stellte das Unternehmen vor eine große Herausforderung. Der Favorit - begrünte Wände - wurde aus ästhetischen Gründen abgelehnt. Nun soll die von dem Dresdner Architekturbüro Hänel Furkert Architekten geplante Fassade durch kubische Baukörper mit einer mineralischen Oberfläche und Zwischenbauten mit Glasfassaden geprägt werden. „Die Kuben orientieren sich an den umgebenden historischen Villen und den Würfelhäusern der 90er Jahre“, sagt Michael Feindura, Sprecher des Unternehmens.

Das Hochhaus wird nach der Sanierung entsprechend denkmalpflegerischer Gutachten eine helle Putzoberfläche erhalten. Ein Feinkostladen und eine Bäckerei haben sich bereits als Mieter angekündigt. In den Neubau ziehen neben der Edeka-Filiale im Erdgeschoss ein Elektromarkt, eine Drogerie, ein Discounter und diverse Dienstleister ein. (szo)