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So soll der Erzieher-Beruf attraktiver werden

Bis 2030 werden fast 200.000 Erzieher in Kitas und Grundschulen fehlen. Neue Anreize sollen junge Leute dazu bewegen, sich für die Ausbildung zu entscheiden.

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Besonders qualifizierte Erzieher sollen künftig besser bezahlt werden.
Besonders qualifizierte Erzieher sollen künftig besser bezahlt werden. © dpa

Berlin. Der Bund will mehr junge Leute dazu bewegen, Erzieher zu werden. Sie sollten in der Ausbildung häufiger Geld und im Beruf bessere Aufstiegschancen bekommen, kündigte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag in Berlin an. "Es gibt genügend Menschen, die sich vorstellen können, Erzieher zu werden." Viele aber entschieden sich derzeit dagegen, weil die Ausbildung nicht vergütet werde oder sie suchten sich schon nach wenigen Jahren einen anderen Beruf. Das müsse sich ändern.

Einer Studie im Auftrag des Ministeriums zufolge werden bis 2030 fast 200.000 Erzieher in Kitas und Grundschulen fehlen. Der Bund will von 2019 bis 2022 deshalb 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um den Erzieher-Beruf attraktiver zu machen. Damit sollen zunächst 5.000 Auszubildende gefördert werden, die im ersten Jahr eine Vergütung von 1.140 Euro erhalten. Die Träger müssen einen Eigenanteil übernehmen. Besonders qualifizierte Erzieher sollen zudem mit Bundesmitteln besser bezahlt werden.

Ihr Programm könne nur ein Impuls und Anreiz sein, räumte Giffey ein. "Natürlich müssen die Länder und Kommunen auch ihren Beitrag leisten." Doch sie mache wenigstens einen ersten Schritt, statt nur zuzuschauen, betonte die Ministerin. (dpa)