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So viele arbeitslose Ausländer gibt es in der Oberlausitz

Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Anstieg. Ein Drittel von ihnen sind Flüchtlinge.

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Symbolbild ©  dpa

In der Oberlausitz waren im Januar insgesamt 1.579 Ausländer arbeitslos gemeldet. Das waren 143 mehr als im Dezember und 125 mehr als zwölf Monate zuvor. Den aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur zufolge waren im Januar 7,7 Prozent aller Arbeitslosen in den beiden Landkreisen Bautzen und Görlitz Ausländer.

Von den 1.579 arbeitslosen Ausländern im Januar waren 539 Flüchtlinge, teilte die Agentur mit. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien. Gemessen an allen Arbeitslosen betrug der Anteil der Flüchtlinge 2,6 Prozent. Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt Dresden liegt der Anteil der Flüchtlinge an der Gesamtzahl der Arbeitslosen bei 10,9 Prozent. Im hessischen Arbeitsagenturbezirk Marburg liegt dieser Anteil bei 14,7 Prozent – der deutschlandweit höchste Wert.

Insgesamt waren im Januar in der Oberlausitz 20.438 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 2.011 mehr als im Dezember 2018, aber 1.572 weniger als zwölf Monate zuvor. Arbeit suchend gemeldet waren im Januar 28.381 Personen, darunter alle Arbeitslosen, aber auch viele, die sich im Job verändern wollen. Dazu zählen auch 858 Flüchtlinge, die im Agenturbezirk Bautzen Arbeit suchend gemeldet waren.

Die Agentur kann derzeit in der Oberlausitz auf insgesamt 4.323 sozialversicherungspflichtige Stellen zurückgreifen – für Vize-Chefin Ilona Winge-Paul ein Beweis für die ungebrochene Nachfrage der Wirtschaft nach Mitarbeitern. (SZ/tbe)