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Sparkasse bereitet sich auf Scheitern des Euros vor

Das größte Kreditinstitut im Landkreis Görlitz spürt die Auswirkungen der Negativzinspolitik – und wird Filialen schließen. Aber nicht nur das.

© Jens Böhme

Landkreis. Noch läuft das Geschäft bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien gut, hat das größte Kreditinstitut im Landkreis Görlitz mit einem Jahresüberschuss von 4,5 Millionen Euro ein zufriedenstellendes Ergebnis für 2015 erreicht. Doch immer stärker, so teilt die Sparkasse gegenüber der SZ mit, zeigen sich die massiven Nebenwirkungen der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank und das Anwerfen der Notenpresse durch die EZB. So komme es immer stärker zu einer Enteignung der Sparer zugunsten staatlicher Haushalte in Europa, zudem beginne sich die drohende Zerstörung der betrieblichen und privaten Altersversorgungssysteme in Deutschland langsam abzuzeichnen.

Sollte die EZB auch in den nächsten Jahren den Patienten Europa mit einer Überdosis an Geld versorgen, so ist nach Meinung von Michael Bräuer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, der Kollaps des Euroraums nur eine Zeitfrage: „Auf diese mögliche Entwicklung wird sich die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien auch im Interesse ihrer Kunden vorbereiten.“

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Die Sparkasse kündigt einen Ausbau ihres digitalen Geschäfts sowie des Kundenkreditgeschäfts an und zugleich die Schließung von sechs ihrer derzeit 37 Filialen bis 2020. Es handelt sich dabei um Uhyst, Leutersdorf, Obercunnersdorf, Zittau-Süd, Hagenwerder und Görlitz-Südstadt. Auch die Zahl der Mitarbeiter von noch 555 soll sich verringern.

Die Sparkasse förderte im vergangenen Jahr insgesamt 414 Vereine und Institutionen mit 1,3 Millionen Euro, sie zahlte zwölf Millionen Euro an Steuern in Deutschland und beabsichtigt, an ihre Träger Landkreis und Stadt Görlitz einen Teil ihres Jahresüberschusses auszuzahlen. (SZ/sb)