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Dynamo unterliegt im Spitzenspiel

Trotz drei Corona-Fälle bei den Dresdnern fand die Partie gegen Saarbrücken statt. Dynamo spielte gut und verlor dennoch. Der Liveticker zum Nachlesen.

Nach der 1:2-NIederlage sind die Dynamo-Spieler Christoph Daferner, Marco Hartmann und Jonthan Meier sowie Fitnesstrainer Matthias Grahé enttäuscht.
Nach der 1:2-NIederlage sind die Dynamo-Spieler Christoph Daferner, Marco Hartmann und Jonthan Meier sowie Fitnesstrainer Matthias Grahé enttäuscht. © Jan Huebner

Dresden. Es war das 2.500 Pflichtspiel von Dynamo Dresden. Es war ein Topspiel gegen den 1. FC Saarbrücken. Gegen den Tabellenführer aus dem Saarland machte Dynamo eine gute Partie, ging in Führung, bekam eine Rote Karte, musste vor der Pause den Ausgleich und in den Schlussminuten den zweiten Gegentreffer hinnehmen. So fahren die Schwarz-Gelben ohne Punkte zurück nach Dresden. Der Liveticker zum Nachlesen:

Schlusspfiff: Schiedsrichter Nicolas Winter hat die Partie beendet. Dynamo muss kurz vor der Pause und kurz vor dem Ende der Partie einen Gegentreffer hinnehmen. So steht die Mannschaft von Markus Kauczinski am Ende ohne Punkte da. Ein Unentschieden wäre das gerechtere Ergebnis gewesen. Doch mit Saarbrücken hat sich die clevere Mannschaft durchgesetzt und bleibt damit Tabellenführer. Dynamo muss die vierte Niederlage der Saison hinnehmen.

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90. Minute + 1: Und da ist es doch noch passiert: Saarbrücken gelingt noch der Treffer zum 2:1. Wieder treffen die Saarbrückener in der Nachspielzeit. Der eingewechselte Maurice Deville bringt von der rechten Seite den Ball in den Strafraum, wo sich Nicklas Shipnoski behauptet. Sein Pass an den kurzen Pfosten erreicht Sebastian Jacob, der die Kugel aus zwei Metern mit der Hacke und durch die Beine von Broll über die Linie bringt.

Saarbrückens Angreifer Nicklas Shipnoski jubelt nach dem 2:1 durch seinen Sturmpartner Sebastian Jacob. Sebastian Mai (26) und Kevin Broll liegen enttäsucht am Boden.
Saarbrückens Angreifer Nicklas Shipnoski jubelt nach dem 2:1 durch seinen Sturmpartner Sebastian Jacob. Sebastian Mai (26) und Kevin Broll liegen enttäsucht am Boden. © Jan Huebner

86. Minute: Die letzten fünf Minuten sind angebrochen. Das Spiel geht jetzt hin und her. Auch Dynamo kommt wieder öfters vor Tor. Besonders Diawusie ist eine Gewinn fürs Offensiv-Spiel der Dresdner.

83. Minute: Der starke Marvin Stefaniak, der heute sehr viel gelaufen und auch defensiv  viel gearbeitet hat, verlässt den Platz. Panagiotis Vlachodimos kommt für ihn in die Partie.

78. Minute: Der eingewechselte Agyemang Diawusie hat die Riesenmöglichkeit zur Führung. Nach einer Unstimmigkeit des Gegners läuft er völlig frei auf Daniel Batz, kommt aber nicht an Saarbrückens Torwart vorbei. Das hätte das 2:1 für Dynamo sein müssen.

72. Minute: Markus Kauczinski will noch einmal die derzeit leblose Offensive beleben. Er bringt Agyemang Diawusie und nimmt dafür Philipp Hosiner vom Platz. Diawusie wird über die linke Seite kommen, Chrsitoph Daferner wird ins Sturmzentrum gehen.

67. Minute: Paul Will bekommt für ein fragwürdiges Foulspiel im Mittelfeld an Timm Golley die nächste Gelbe Karte für die SGD. Zu Recht regt er sich über die Verwarnung auf. „Ich berühre ihn nicht mal“, ruft er in Richtung Schiedsrichter.

64. Minute: Das Spiel plätschert etwas vor sich hin. Es findet vor allem zwischen den Starfräumen statt, Torchancen gab es in den letzten zehn Minuten keine, Saarbrücken hat meist den Ball, Dynamo steht nun etwas tieffer. Deswegen fällt den Saarländern nichts ein. Für Dynamo geht offensiv wenig.

Es ist ein umkämpftes Spiel zwischen Dynamo und Saarbrücken. IRansford-Yeboah Königsdörffer (l.) zieht hier gegen Marvin Serverko den Kürzeren.
Es ist ein umkämpftes Spiel zwischen Dynamo und Saarbrücken. IRansford-Yeboah Königsdörffer (l.) zieht hier gegen Marvin Serverko den Kürzeren. © Jan Huebner

57. Minute: Dynamo presst früh in der gegnerischen Hälfte, aber Saarbrücken war nicht ohne Grund vor diesem Spieltag Tabellenführer. Immer wieder finden die Saarländer spielerische Lösungen und können sich so aus dem Pressing befreien.

51. Minute: Nach einem langen Ball rutscht Kapitän Sebastian Mai an dem Leder vorbei und Saarbrückens Stürmer Jacob kommt so zu einer Riesenchance. Allein vor Kevin Broll schießt er den Ball rechts am Tor vorbei. Dynamo hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn sie hier in Rückstand gehen.

46. Minute: Es geht weiter. Die Mannschaften sind zurück auf dem Platz und Schiedsrichter Nicolas Winter pfeift die zweite Hälfte an. Markus Kauczinski hat vorerst keine Wechsel vorgenommen.

Halbzeit: Gerechtes Unentschieden zur Pause

Halbzeitpause: Dynamo kann diesen letzten Angriff von Saarbrücken nicht verteidigen. So steht es 1:1 - ein gerechtes Ergebnis. Saarbrücken machte anfangs das Spiel, Dynamo konterte und ging durch Christoph Daferner in Führung. Kurz vor der Pause konnte dann Nicklas Shipnoski ausgleichen.

45. Minute: Kurz vor der Pause gleicht Saarbrücken aus.  Nach einem Angriff über die linken Seite flankt Timm Golley von der Grundlinie auf en Elfmeterpunkt, dort steht Nicklas Shipnoski. Der Stürmer platziert den Ball per Kopfball ins linke untere Eck - keine Chance für Dynamo-Keeper Broll.

Nach seiner Roten Karte sitzt Co-Trainer Heiko Scholz auf der Tribüne und schreibt von da aus kräftig mit.
Nach seiner Roten Karte sitzt Co-Trainer Heiko Scholz auf der Tribüne und schreibt von da aus kräftig mit. © Eibner-Pressefoto

35. Minute: Co-Trainer Heiko Scholz muss sich das Spiel von der Tribüne nun anschauen. Nachdem er sich zu stark mit sicher nicht jugendfreien Worten beim Schiedsrichter beschwert hat, bekommt er die Rote Karte.

34. Minute: Die nächste Gelbe Karte für Dynamo Dresden. Ransford-Yeboah Königsdörffer erhält sie wie Stefaniak, weil er den Ball wegschlägt - wieder eine dämliche Karte.

30. Minute: Dynamo steht tief, doch Saarbrücken fällt nichts ein. Immer wieder kann die Mannschaft von Markus Kauczinski den Ball erobern und schnell nach vorn spielen. Doch weitere Torchancen hat sie sich noch nicht erspielt.

22. Minute: Saarbrücken wirkt etwas geschockt nach Dynamos Führunstreffer. Das frühe Pressing der Saarländer hat noch keine Wirkung. Dresden kann sich immer wieder befreien. Besonders Marvin Stefaniak wird immer wieder gesucht und der gebürtige Hoyerswerdaer weiß meist etwas Sinnvolles mit dem Ball anzufangen.

18. Minute: Der starke Marvin Stefaniak holt sich die erste Gelbe Karte der Partie ab. Der Grund: Nach einem Foulspiel schlägt er verärgert den Ball weg - eine unnötige Verwarnung, die sicherlich die Mannschaftskasse klingeln lässt.

Und da steht es 1:0: Christoph Daferner ist der Torschütze für Dynamo Dresden.
Und da steht es 1:0: Christoph Daferner ist der Torschütze für Dynamo Dresden. © Jan Huebner

16. Minute: Und plötzlich steht es 1:0, aber nicht für Saarbrücken, sondern Dynamo führt. Die Dresdner kontert eiskalt. Königsdörffer läuft nach einem Traumpass von Stefaniak auf der rechten Seite frei aufs Tor und spielt rüber zu dem mitgelaufenen Christoph Daferner, der überlegt flach ins rechte untere Eck schiebt.

11. Minute: Kevin Broll muss das erste Mal eingreifen. Der Schuss von Sebastian Jacob aus 16 Meter stellt den Dynamo-Torwart aber vor keine Probleme. Locker hält er den Ball fest.

8. Minute: Dynamo bekommt mehr und mehr Kontrolle ins Spiel, versucht über längere Ballstafetten die Partie zu beruhigen. Auch sie versuchen hoch zu pressen. Dadurch entstehen Räume für die Gastgeber.

5. Minute: Die ersten fünf Minuten gehören den Saarländern. Immer wieder presst die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok hoch. Dynamo kann sich davon meist nur durch einen langen Ball befreien.

1. Minute: Schiedsrichter Nicolas WInter hat die Partie angepfiffen. Dynamo spielt in den weinroten Auswärtstrikots, Saarbrücken in schwarz-blau gestreiften Jerseys.

Markus Kauczinski wechselt beim Spitzenspiel gegen den 1. FC Saarbrücken seine Anfangsformation auf einer Position. Paul Will rutscht für Julius Kade in die Startelf.
Markus Kauczinski wechselt beim Spitzenspiel gegen den 1. FC Saarbrücken seine Anfangsformation auf einer Position. Paul Will rutscht für Julius Kade in die Startelf. © Eibner-Pressefoto

13.50 Uhr: Sportgeschäftsführer Ralf Becker ist zu Gast bei Magenta-TV. Er sagt zu der Corona-Situation im Fußball und den Fällen bei Dynamo: „Im SInne des Fußballs wünsche ich mir eine einhaltliche Lösung. Aber das ist Wunschdenken bei diesen ganzen Ämtern und Behörden.“ Zunächst war nicht ganz sicher, ob Dynamo am heute beim 1. FC Saarbrücken spielen kann, nachdem drei Corona-Fälle bekannt wurden.

13.40 Uhr: Die Mannschaften machen sich warm. In 20 Minuten wird die Partie von Schiedsrichter Nicolas Winter aus Hagenbach angepfiffen. Seine Assistenten sind Mario Hildenbrand (Wertheim) und Dennis Meinhardt (Flieden).

13.20 Uhr: Das Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken wird laut Dynamo-Chefstatistiker Ronny Günther das 2.500 Pflichtspiel der Ver­eins­ge­schich­te seit der ers­ten DDR-Ober­li­ga-Be­geg­nung der SG Volks­po­li­zei Dres­den im Jahr 1950 sein. In dieser Zeit sind einige Geschichten passiert. Vor allem die Dynamo-Fans sorgten mit ihren verrückte Aktionen für skurille Geschichten. So auch 1972, als fünf junge Dresdner in Karl-Marx-Stadt die Torpfosten schwarz-gelb anmalten.

13.00 Uhr: Die Aufstellungen sind da. Markus Kauczinski beginnt mit folgender Formation: Broll - Ehlers, Mai, Knipping, Meier - Stark, Will - Königsdörffer, Stefaniak, Daferner - Hosiner.

Im Vergleich zum im Spiel letzter Woche gegen Meppen tauscht Kauczinski nur auf einer Position. Paul Will rutscht für Julius Kade, der gar nicht mit nach Saarbrücken gereist ist, in die Startelf. Auf der Bank nehmen Platz: Wiegers, Hartmann, Vlachodimos, Sohm, Weihrauch, Diawusie und Kulke.

Die Aufstellungen sind da. Markus Kauczinski tauscht auf einer Position. Statt Julius Kade beginnt Paul Will von Anfang an.
Die Aufstellungen sind da. Markus Kauczinski tauscht auf einer Position. Statt Julius Kade beginnt Paul Will von Anfang an. © Jens Maßlich

In diesen Tagen steht vieles unter Vorbehalt, und so war zunächst nicht ganz sicher, ob Dynamo am  heutigen Samstag, 14 Uhr, in der 3. Fußball-Liga beim 1. FC Saarbrücken spielt. Die Testreihe am Dienstag hatte zwei Corona-Fälle unter den 45 getesteten Personen ergeben, die Betroffenen sind in häuslicher Quarantäne und laut Verein symptomfrei. Das Training am Mittwoch wurde daraufhin zunächst abgesagt, durfte aber am Abend nachgeholt werden.

Am Donnerstag folgte die nächste planmäßige Testreihe, und lange Zeit danach war offen, ob Dynamo überhaupt nach Saarbrücken fährt. Erst Freitagvormittag die Entwarnung - inklusive einer erneuten Hiobsbotschaft. Dynamo meldet den dritten Corona-Fall, doch das Spiel im Saarland kann und soll trotzdem stattfinden. 

Dort erwartet die Dresdner "ein richtig starkes Team", wie Dynamos Trainer Markus Kauczinski sagt und nicht zuletzt auch die Tabelle zeigt. Seit dem 3:1-Sieg im Nachholspiel beim MSV Duisburg am Mittwoch ist der Aufsteiger Spitzenreiter. "Das ist ein gutes Kollektiv, gut aufeinander abgestimmt. Sie haben einen guten Plan im Spiel nach vorn und sind auch individuell gut besetzt", sagt Kauczinski. "Im Moment sind sie auf jeden Fall eine Spitzenmannschaft und ich traue ihnen zu, bis zum Ende da oben mitzumischen."

Nichtsdestotrotz glaube er, "dass wir in der Lage sind, dort zu punkten mit einer mutigen und couragierten Leistung". Was Aufstellung und Taktik betrifft, sei er nicht unbedingt ein Freund davon, sich dem Gegner anzupassen. "Mein Blickwinkel ist vielmehr: Wie können wir unsere Stärken auf den Platz bringen, gemeinsam erfolgreich verteidigen, gemeinsam torgefährlich sein."

Luka Stor trainiert wieder mit der Mannschaft

Das hat zuletzt beim Sieg gegen den SV Meppen gut geklappt und Dynamo plötzlich doch das Tor getroffen, sogar dreimal. Kauczinski hatte mit Christoph Daferner einen zweiten Angreifer aufgeboten, der allerdings meist über die linke Seite kam. Ob ein, zwei oder drei Spitzen, sei eine Frage der Definition, meint der Chefcoach. Schließlich sei auch Ransford-Yeboah Königsdörffer ein Stürmer. Entscheidend sei, dass es zusammenpasst.

Nach dem 3:0-Sieg gegen den SV Meppen hatten Dynamos Trainer Markus Kauczinski (2. v. r.) und Marco Hartmann allen Grund zur Freude. Doch nach zwei Corona-Fällen gibt es neue Sorgen.
Nach dem 3:0-Sieg gegen den SV Meppen hatten Dynamos Trainer Markus Kauczinski (2. v. r.) und Marco Hartmann allen Grund zur Freude. Doch nach zwei Corona-Fällen gibt es neue Sorgen. ©  dpa/Matthias Rietschel

Wer spielt, ist allerdings diesmal auch deshalb unklar, weil nicht bekannt ist, ob sich unter den drei Corona-Fällen auch Profis befinden. Der Trainer hat bei der Pressekonferenz am Donnerstag nur die bekannte Ausfallliste verlesen: Chris Löwe (Außenbandriss im linken Knie), Justin Löwe (Schulter-OP), Robin Becker (anhaltende muskuläre Probleme) und Luka Stor, der am Donnerstag nach einem Bänderriss im Sprunggelenk erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren konnte, sind sicher nicht dabei. Der Slowene spielt stattdessen für seine Nationalmannschaft.

Neuzugang Pascal Sohm ist wieder zurück, konnte bereits am Dienstag nach hartnäckigen Beschwerden im Sprunggelenk wieder mit der Mannschaft trainieren. Und Marco Hartmann hatte bereits gegen Meppen einen Kurzeinsatz. "Das Lazarett lichtet sich langsam", meint Kauczinski. Dynamos Startelf fürs Spiel beim 1. FC Saarbrücken gibt es etwa eine Stunde vor dem Anpfiff hier im Liveticker - sofern es angepfiffen wird.

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