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Dynamo will mindestens zwei Spieler verpflichten

Sportchef Ralf Becker möchte den Kader in der Winterpause verstärken, aber nicht ins Trainingslager fliegen. Und er erklärt noch einmal, warum der Trainer bleiben darf.

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Sportchef Ralf Becker denkt über Neuzugänge nach.
Sportchef Ralf Becker denkt über Neuzugänge nach. ©  Archiv: dpa/Robert Michael

Herr Becker, warum halten Sie trotz der Talfahrt am Cheftrainer Alexander Schmidt fest?

Wir waren nach den beiden Niederlagen gegen Sandhausen und Kiel, die in der Tabelle hinter uns standen, sehr enttäuscht. Bis dahin konnten wir noch sagen: Wir gewinnen gegen die hinteren Mannschaften und verlieren gegen die vorderen. Das geht nun nicht mehr, wir sind in eine sportliche Krise gerutscht – allerdings mit dem Wissen, dass wir als Aufsteiger Geduld und Ruhe brauchen. Trotzdem war es an der Zeit, grundsätzliche Fragen zu stellen und alles ergebnisoffen zu diskutieren. Nach vielen Gesprächen sind wir der festen Übersetzung, dass wir in dieser Konstellation die Ergebniskrise überwinden werden.

Was macht Sie so sicher, dass Sie die richtige Entscheidung getroffen haben?

Vor einem Jahr war ich noch Sportgeschäftsführer eines Drittligisten, jetzt arbeite ich bei einem Zweitligisten. Darüber sind wir alle sehr froh. Wir wussten von Anfang an, dass dies keine Kuschelsaison wird, sondern dass wir die eine oder andere schwierige Situation bewältigen müssen. In einer solchen stecken wir gerade. Wir nehmen diese Aufgabe an.

Aber ist der Trainer nach den Diskussionen um seine Person nicht geschwächt?

Da bin ich grundsätzlich anderer Meinung. Man kann das Glas immer halbvoll oder halbleer sehen. Für mich ist es gerade halbvoll. Ich glaube auch nicht, dass der Trainer das Gefühl hat, geschwächt zu sein.

Wird der Kader in der Winterpause verstärkt?

Über den Kader tauschen wir uns permanent aus. Zur Analyse gehört, dass wir viel Verletzungspech hatten und hoffen, dass nun einige Spieler wieder zurückkehren. Davon abgesehen brauchen wir eine gewisse Qualität auf dem Platz, um in dieser Liga bestehen zu können. Wir haben festgestellt, dass wir da noch etwas machen müssen. Das bereiten wir im Hintergrund vor.

Auf welchen Positionen muss der Kader verstärkt werden?

Erst einmal müssen wir uns auf die nächsten fünf Wochen konzentrieren und bis dahin das Maximale rausholen. Deshalb glaube ich nicht, dass es wichtig ist, dies jetzt schon zu benennen.

Wenn schon nicht die Position – wieviele Verstärkungen sollen es denn sein?

Ich gehe davon aus, dass es mindestens zwei Spieler sein werden.

Gibt es eine Budgetgrenze?

Natürlich gibt es bei uns Grenzen, das ist keine Frage. Aber über die wollen erst mal nicht so reden, sondern vielmehr über die Optionen. Wir müssen uns so aufstellen, dass wir für die Herausforderungen in der Rückrunde bestens gerüstet sind. Und dann werden wir die beste Entscheidung treffen.

Wird die Mannschaft in der Winterpause in ein Trainingslager fliegen?

Nein. Wir haben das hin- und hergewogen. Wir beginnen am 2. Januar mit der Vorbereitung, am 14. Januar haben wir bereits das erste Spiel. Wir sind davon überzeugt, dass wir die Reise in den Süden nicht brauchen, weil die Bedingungen in unserem Trainingszentrum mit der Rasenheizung beinahe optimal sind.

Notiert: Daniel Klein