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Dynamo-Torschütze Hosiner: "Ich habe es mir verdient"

Philipp Hosiner brauchte etwas Anlaufzeit in Dresden. Gegen den VfB Lübeck belohnte sich der Neuzugang für seine harte Arbeit der vergangenen Wochen.

Er erzielte das Tor des Tages gegen den VfB Lübeck. Nach dem Spiel stand Philipp Hosiner zum Interview bereit.
Er erzielte das Tor des Tages gegen den VfB Lübeck. Nach dem Spiel stand Philipp Hosiner zum Interview bereit. © PICTURE POINT

Lübeck/Dresden. 1:0 – schon wieder. Das dritte Mal in der noch jungen Saison gewinnt Dynamo mit dem knappsten aller Ergebnisse. Auch am Samstag beim VfB Lübeck zeigt sich, dass das Team von Markus Kauczinski vor allem im Spiel nach vorn noch zulegen muss. Erst als Dynamos Coach mit der Einwechslung von Christoph Daferner auf zwei Stürmer umstellt, öffnen sich auch für Philipp Hosiner Lücken. 

Eine nutzt der Österreicher zu seinem ersten Saisontor. Im Interview spricht er nach der Partie über harte Arbeit und die Option eines Sturmpartners an seiner Seite.

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Glückwunsch zum ersten Saisontor Herr Hosiner. Wie glücklich sind Sie, diesen hier in Lübeck erzielt zu haben?

Klassisch das Tor erarbeitet, würde ich sagen. Wir sind drangeblieben und nicht verkrampft. Ich bin froh, dass der heute reingerutscht ist. Gegen Magdeburg haben mehrfach ein paar Zentimeter gefehlt. Umso wichtiger ist es, dass wir beide Spiele gewonnen haben. Jetzt ist die Konzentration aber schon wieder auf den Dienstag und das Spiel gegen Zwickau gerichtet.

Der Ball war abgefälscht, der Torwart noch dran - wieviel Glück war dabei?

Klar war da Glück dabei, aber das muss man sich als Stürmer erarbeiten. Ich habe gesehen, wie Chris (Christoph Daferner/Anm. d. R.) hochgeguckt hat. In dem Moment bin ich reingestartet, und die Flanke kam perfekt. Der Torwart hat den Ball noch abgefälscht, aber ich habe dann schon gesehen, dass der sich reindrehen wird. Ich denke, aufgrund der vergangenen Wochen habe ich es mir verdient. So kann es weitergehen.

Trotz der langen Überzahl tat sich Dynamo sehr schwer. Woran lag das?

Wir haben heute nicht gegen den Tabellenletzten gespielt, sondern gegen eine Mannschaft, die sehr viel Herz und auch Qualität hat. Nach der Roten Karte war es für Lübeck schwer, für uns eigentlich einfacher. Trotzdem war es auf dem tiefen Boden über die 90 Minuten nicht so leicht. Ich bin einfach froh, dass ein Ball reingerutscht ist. Wir haben verdient gewonnen, aber am Ende doch zu lang gezittert. Wir hätten das 2:0 machen müssen, über 90 Minuten sind wir aber der verdiente Sieger.

Ihr Zusammenspiel mit Christoph Daferner hat nicht nur bei Ihrem Tor sehr gut funktioniert. Wäre ein System mit zwei Stürmern für Sie eine Option?

Natürlich. Wir haben ja schon in der Vorbereitung gezeigt, dass wir das auch zusammen können. Als er reingekommen ist, war ich froh, dass noch ein zweiter Stürmer da war. Wir hatten uns vorher bereits einige Möglichkeiten herausgespielt, aber im letzten Moment war die Box einfach nicht besetzt oder ich war gegen zu viele Lübecker allein drin. Es ist gut, wenn man bei so viel Ballbesitz einen zweiten Stürmer bringt, der dann auch die Räume belaufen kann. Schön, wenn das auch eine Option ist.

Das Gespräch notierte Jens Maßlich.

(Die Fragen stellte Dynamos Pressesprecher Henry Buschmann, weil es für die mitgereisten Journalisten wegen der Auflagen im Hygienekonzept zwar eine Pressekonferenz, aber keine Möglichkeit für Interviews gab.)

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