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"Die Mannschaft hat mir aus der Patsche geholfen"

Bei Dynamos Sieg gegen Köln verschuldet Kevin Broll ein Gegentor. Im Interview erklärt der Torwart, wie das passieren konnte und wieso es trotzdem so gut läuft.

Zum Haareraufen war die Leistung von Torhüter Kevin Broll in Köln nicht. Doch Trainer Markus Kauczinski sah einen schweren Patzer.
Zum Haareraufen war die Leistung von Torhüter Kevin Broll in Köln nicht. Doch Trainer Markus Kauczinski sah einen schweren Patzer. © Foto: Lutz Hentschel

Köln. Es hätte eine Schlüsselszene werden können in diesem turbulenten Spiel. Nur wenige Minuten nach Dynamos etwas glücklichem Ausgleich zum 1:1 lässt Kevin Broll den Ball durch seine Finger rutschen. Ein klarer Torwartfehler, gibt er selbst zu. Der 25-Jährige erklärt im Interview auch, warum er nie Sorge hatte, dass die Partie gegen Viktoria Köln, die 4:2 endet, verloren geht.

Kevin Broll, sind Sie besonders erleichtert darüber, dass die Mannschaft das Spiel noch gedreht hat?

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Ja, ich habe ihr einen Bärendienst erwiesen, am Ende hat mir die Mannschaft aus der Patsche geholfen. Dafür bin ich dankbar.

Beim Treffer der Kölner zum 2:1 machen Sie einen Fehler.

Das darf mir so natürlich nicht passieren. Der Ball geht über ein paar Köpfe hinweg, ich sehe ihn zwischenzeitlich nicht. Ich will ihn fangen, darf das ich aber nicht machen, sondern muss ihn einfach wegboxen. Manchmal hat man eben Glück, manchmal Pech. Wenn mir das nicht passiert wäre, hätten wir noch eher auf der Siegerstraße einbiegen können. Dass wir das Spiel drehen, wusste ich aber.

Warum waren Sie sich so sicher?

Wir haben uns gegen alle Widerstände und Widrigkeiten gewehrt, uns nicht einlullen lassen. Dadurch hat sich das Blatt gewendet. Das war eine sehr gallige Kölner Truppe. Jeder Gegner, auf den wir treffen, wird 120 Prozent geben. Für die Mannschaften ist es ein Highlight, wenn sie gegen Dresden spielen. Dass wir mit dem 4:2 den Sack noch zu zumachen, spricht für die Mentalität der Mannschaft. So müssen wir weitermachen und darauf aufbauen.

Welche Musik haben Sie als Kabinen-DJ nach dem Sieg aufgelegt?

Ich bin nur der DJ, weil ich die meiste Musik auf dem Handy habe. Gerade ist die Stimmung einfach nur gut. Am Anfang der Saison hatten wir einige Startschwierigkeiten, uns jetzt aber zusammengefunden. Jedem, der irgendwo Schwächen hat, wird von einem, der da seine Stärken hat, geholfen. Wir sind gerade auf einer Welle, trotzdem steckt da viel Arbeit dahinter.

Am Dienstag folgt mit dem Pokalduell gegen Darmstadt 98 der Jahresabschluss. Auch wenn kein einziger Zuschauer ins Stadion darf, wurden knapp 60.000 Tickets verkauft.

Das ist Wahnsinn, in Dresden könnte man auch ein 80.000-Zuschauer-Stadion bauen, das würde bei solchen Spielen auch voll werden. Wir sind alle zusammen Dynamo, leben das und die Mannschaft hat das mittlerweile auch kapiert. Ohne Fans fehlt einfach was, aber das ist momentan nicht nur unser Problem, sondern ein beinahe weltweites.

Das Gespräch wurde von Dynamo-Pressesprecher Henry Buschmann geführt. Wegen der Auflagen im Hygienekonzept gibt es derzeit nach Spielen für Journalisten keine Möglichkeit, Interviews mit Trainern und Spielern zu führen.

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