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Sport

Landessportbund sagt Sportgala 2022 ab

Bis zum angedachten Termin ist es noch weit. Dennoch entscheiden sich die Organisatoren zu diesem drastischen Schritt. Doch sie vermelden auch Positives.

Leere Tische statt großer Party: Auch 2022 wird es corona-bedingt keine Sächsische Sportgala geben. Der Landessportbund hofft aber auf eine Wiederbelebung im Januar 2023.
Leere Tische statt großer Party: Auch 2022 wird es corona-bedingt keine Sächsische Sportgala geben. Der Landessportbund hofft aber auf eine Wiederbelebung im Januar 2023. © LSB Landessportbund Sachsen

Leipzig. Diese Meldung kommt früh und angesichts der derzeitigen Corona-Lockerungen vielleicht auch überraschend: Der Landessportbund Sachsen (LSB) sagt seine für Januar 2022 angedachte bereits jetzt Sportgala ab. Normalerweise werden dort die besten Sportler und Sportlerinnen, Mannschaften und Trainer sowie Trainerinnen des Freistaates geehrt.

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Schon in diesem Jahr hatte die Veranstaltung wegen des im November verhängten und bis zum Frühsommer andauernden Lockdowns gestrichen werden müssen. Allerdings hatte auch die Wahl zu Sachsens Sportlern des Jahres 2020 nicht stattfinden können.

Moderierte in der Vergangenheit die Sportgala: Ex-Gewichtheber Marc Huster.
Moderierte in der Vergangenheit die Sportgala: Ex-Gewichtheber Marc Huster. © Archiv: Ronald Bonß

Ein wichtiger Grund: Mit der Verschiebung vieler Meisterschaften und Wettkämpfe sowie dem Saisonhöhepunkt der Olympischen Spiele in Tokio waren Möglichkeiten genommen worden, bei denen sich auch die Athleten des Freistaats hätten präsentieren können.

Da der Spitzensport in diesem Jahr wieder Fahrt aufgenommen hat, soll aber zumindest die Wahl zur Sportlerin, zum Sportler und zur Mannschaft des Jahres stattfinden.

Dass der gewohnt festliche Rahmen hingegen wegfällt, begründet LSB-Präsident Ulrich Franzen folgendermaßen: „Trotz großer Betroffenheit lässt es die Ungewissheit über die Entwicklung der Virusvarianten und Corona-Infektionszahlen in den Wintermonaten nicht zu, ein solch lebendiges Fest zu planen."

Möglichkeiten einer Großveranstaltung im Winter unklar

Das Infektionsgeschehen lasse keine realistische Prognose zu, inwieweit es Anfang Januar möglich sein könnte, eine Großveranstaltung wie die Sächsische Sportgala auszurichten, teilte der LSB weiter mit. Das Publikum solle bei der Gala die Ehrungen, das Rahmenprogramm und die Party selbst ohne Einschränkungen erleben können. Doch das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, der Nachweis des Impfstatus oder gar die Vornahme von Vor-Ort-Tests sei derzeit aber nicht sicher auszuschließen.

Christian Dahms, der Generalsekretär des LSB, erklärte deshalb: „Wenn es darum geht, die Preisträger für herausragende Leistungen im Sport und im Umfeld des Sports zu feiern, gehören auch große Emotionen, eine ausgelassene Stimmung und unbeschwertes Beisammensein dazu. Dieses können wir zum gegenwertigen Zeitpunkt nicht gewährleisten.“

Wie genau wie Wahl und die anschließende Ehrung ablaufen wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. (SZ)

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