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Dämpfer für Leipziger Olympiapläne

Die aktuelle Haushaltskrise hat auch Auswirkungen auf die Olympia-Bewerbung, die einige deutsche Städte gemeinsam angehen wollen. Für die ersten Schritte fehlt vorerst das Geld.

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Die Olympischen Ringe werden am Eingang des IOC, dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees, in Lausanne ausgestellt.
Die Olympischen Ringe werden am Eingang des IOC, dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees, in Lausanne ausgestellt. © Jean-Christophe Bott/Keystone/dpa

Leipzig. Die Pläne für Olympia in Deutschland, woran auch Leipzig als Ausrichterstadt Interesse gezeigt hat, haben einen Dämpfer erhalten. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, hat das Bundesinnenministerium in Berlin dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) mitgeteilt, dass es für die ersten Bewerbungsschritte vorerst kein Geld gibt. Hintergrund ist die aktuelle Haushaltskrise des Bundes und dass der Bundeshaushalt 2024 derzeit noch nicht beschlossen werden kann.

Die Zeichnung des geplanten "Memorandums of Understanding" zwischen Bund und DOSB werde daher auf das nächste Jahr verlegt, "bis Klarheit über den Haushalt herrscht", heißt es aus der Zentrale des Sportbundes.

Die Stadt Leipzig hatte zuletzt mitgeteilt, den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bei der möglichen Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2036 oder 2040 zu unterstützen. Der Stadtrat der Messestadt, die als deutscher Bewerber für Olympia 2012 vorzeitig gescheitert war, hatte in einer nichtöffentlichen Sitzung der Verwaltung um Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) grünes Licht für einen erneuten Anlauf für die Ausrichtung einzelner Wettkämpfe gegeben.

Dafür hat Jung eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet – das sogenannte Memorandum of Understanding. Beim Schulterschluss der Kommunen und Städte wie Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf sollen keine neuen Sportstätten gebaut, sondern vorhandene Infrastrukturen genutzt werden.

Leipzig steht mit seiner modernen Kanuslalom-Strecke in Markkleeberg bereit. Für die Konzeption sind auch die Quarterback-Immobilien-Arena, wo die Bundesliga-Handballer vom SC DHfK spielen, die Red-Bull-Arena von Pokalsieger RB Leipzig sowie die neue Skater-Anlage in Leipzig-Grünau vorgesehen.