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Stadt will Klinikum 34 Millionen Euro geben

Eigentlich bekommen Dresdens Kliniken für Bauvorhaben Geld vom Freistaat Sachsen. Wie viel, unterscheidet sich aber erheblich.

© Sven Ellger

Von Sandro Rahrisch

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Die städtischen Krankenhäuser haben in den nächsten Jahren viel vor. Mehrere Gebäude müssen erneuert werden. Auf etwa 93 Millionen Euro ist der Sanierungsstau angewachsen. Geld, das fehlt. Eigentlich wäre es laut Gesetz die Aufgabe des Freistaates, derartige Investitionen zu unterstützen. Doch Wünsche haben nahezu alle sächsischen Krankenhäuser. Und das Geld reicht nicht, um alle auf einmal zu erfüllen.

Eine Anfrage der Sächsischen Zeitung zeigt, wie unterschiedlich die beiden größten Kliniken der Stadt vom Freistaat mit Geld bedacht werden. Im Rahmen der Investitionsförderung, die sich auch an der Zahl der Betten orientiert, hat das Städtische Klinikum mit seinen Standorten in Friedrichstadt und Neustadt im letzten und vorletzten Jahr gut 28,3 Millionen Euro vom Freistaat bewilligt bekommen, wie das Sozialministerium mitteilt. Mit einem Teil des Geldes konnten in Neustadt die OP-Säle, das Zentrum für Fettleibige und die Intensivstation erweitert werden. In diesem Sommer noch soll der neu und umgebaute Bereich eröffnet werden. Dagegen wartet das Klinikum auf einen Förderbescheid für das baufällige Haus P in Friedrichstadt, dessen Sanierung längst beginnen sollte. In weiteren Gebäuden ist der Brandschutz nicht auf dem neuesten Stand. Deutlich mehr Geld bekommt da schon die Dresdner Universitätsmedizin. Diese hat einen klaren Forschungsauftrag und darf dafür auch Drittmittel einwerben. Außerdem bietet das Uniklinikum als Krankenhaus mit Maximalversorgung Spezialleistungen an, insbesondere in der Neonatologie und pädiatrischen Intensivmedizin, in der Onkologie und bei schweren Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Laut Wissenschaftsministerium hat der Freistaat in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt etwa 34 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung gestellt. Hinzu kamen Mittel für Bauprojekte, Grundstücksunterhalt und neue Großgeräte. Macht noch einmal mehr als 118 000 Euro. Größtes Neubauprojekt ist das chirurgische Zentrum, das bald öffnet. Auch der Bund gibt Geld für die Hochschulmedizin, zum Beispiel für das neu gebaute Nationale Centrum für Tumorerkrankungen, das nächstes Jahr in Betrieb gehen soll. Rund 15 Millionen Euro sind jährlich an Zuschüssen geplant, finanziert von Bund und Land.

Warten, bis der Freistaat dem Städtischen Klinikum das Geld für alle Sanierungsvorhaben bereitstellt, will die Stadt nicht. Sie plant, bis 2023 rund 34 Millionen Euro bereitzustellen.