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Staubecken wird erst 2020 gebaut

Die Anlage am oberen Ende der Bergstraße in Freital soll das Regenwasser vom Breiten Grund auffangen. Dennoch ist der Bau umstritten.

Von Annett Heyse
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In Freital soll ein solches Regenrückhaltebecken entstehen.
In Freital soll ein solches Regenrückhaltebecken entstehen. © Archiv: Verena Schulenburg

Das Regenrückhaltebecken am Breiten Grund wird frühestens 2020 angelegt. Das teilte die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit. Ursprünglich war von einem Baustart 2019 die Rede. „Gegenwärtig befindet sich das Projekt in der Entwurfsplanung“, sagt Sprecher Matthias Weigel. Erst im kommenden Jahr sei mit dem Beginn der Bauarbeiten zu rechnen. Geplant ist, am oberen Ende der Bergstraße in Freital-Deuben ein rund 5 400 Kubikmeter fassendes grünes Becken anzulegen. Dafür hat die Stadt im vergangenen Jahr ein rund 10 000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft.

Das Rückhaltebecken soll Wasser, das bei extremen Wetterlagen im Breiten Grund anfällt, fassen, speichern und zeitverzögert in die Kanalisation abgeben. Bisher läuft das Regenwasser in einem Gerinne den Berg hinab. Regnet es zu stark, sind die unterirdischen Regenwasserrohre in der Bergstraße nicht mehr in der Lage, das Wasser abzuführen. In der Vergangenheit wurde deshalb mehrmals die Straße überspült. Betroffen war auch das Edelstahlwerk, in dessen Gelände das überschüssige Wasser floss und Kabelschächte flutete.

Das nun geplante Rückhaltebecken, welches auch das Wasser vom Wohngebiet Neue Heimat auffängt, ist nicht unumstritten. Anwohner hatten im vergangenen Jahr dagegen protestiert, weil das Becken unmittelbar hinter den Wohnhäusern angelegt wird. Sie erreichten, dass die Pläne abermals von Ingenieuren überprüft, mit Varianten verglichen und wichtige Parameter durchgerechnet wurden. Die Experten blieben bei ihrer Aussage, dass die letztendlich bevorzugte Variante die wirtschaftlich und technologisch vernünftigste sei. Die Kosten für den Bau werden auf zwei Millionen Euro geschätzt.

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