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Straßenbau hält Görlitz in Atem

Die Rothenburger Straße in Görlitz ist ab Montag wieder offen – einspurig. Dafür wird Mittwoch die Laubaner Straße voll gesperrt.

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© nikolaischmidt.de

Von Ingo Kramer

Görlitz. Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Nachdem kurz vor dem Altstadtfest die Kreuzung Teichstraße/Demianiplatz wieder für den Verkehr freigegeben wurde, ist seit Freitag auch der Weinberg wieder komplett befahrbar. Post- und Demianiplatz liegen im Zeitplan. Und am Montag will die Stadt die Rothenburger Straße nach anderthalb Jahren Bauzeit freigeben – allerdings zunächst nur stadteinwärts. „Die Baustelle ist noch nicht abgeschlossen“, informiert Tiefbauamtsleiter Torsten Tschage. Nach jetzigem Stand rechnet er für Oktober mit der Komplettfreigabe.

Dass der Verkehr ab Montag einspurig rollen wird, hat einen simplen Grund: Der Freistaat beginnt mit dem Ausbau der Nieskyer- und Laubaner Straße zwischen Krankenhauskreuzung und Umgehungsstraße. Damit in Richtung Norden nicht alles gleichzeitig dicht ist, wird die Rothenburger Straße zur Ausweichstrecke. Bei der Baustelle Nieskyer Straße gibt es aber schon das erste Problem. „Der Bauablauf hat sich geändert, weil die Querung der Trinkwasserleitung noch nicht, wie eigentlich angekündigt, abgeschlossen ist“, sagt Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Die Trinkwasserleitung ist eine Baustelle der Görlitzer Stadtwerke. Deren Sprecherin Belinda Brüchner begründet die Verzögerungen mit der Beseitigung von Fehlstellen an den Leitungen. Sie rechnet damit, dass die Arbeiten bis zum 16. September abgeschlossen werden.

Der Straßenbau des Freistaates geht stattdessen am Mittwoch in der Laubaner Straße los, also zwischen McDonald’s-Kreuzung und Umgehungsstraße. Dieser Abschnitt wird für rund zwei Wochen voll gesperrt. Parallel baut der Freistaat zwischen Schlesischer Straße und McDonald’s unter halbseitiger Sperrung. Der stadteinwärtige Verkehr wird über B6 und Girbigsdorfer Straße umgeleitet. An der Auffahrt von der B 6 auf die Girbigsdorfer Straße stellen Arbeiter eine mobile Ampel auf.

Stadtauswärts kann die B 99/Nieskyer Straße ab der Scultetusstraße nur als Einbahnstraße in Richtung Norden befahren werden. Die Umleitung in diese Richtung führt über Nieskyer Straße, Gewerbering und Klingewalder Weg zur B 6. Zwischen Scultetusstraße und Krankenhauskreuzung ist die B 99 in beide Richtungen befahrbar. Der Verkehr aus Königshufen rollt damit sowohl über die Scultetusstraße, B 99/Nieskyer Straße und Zeppelinstraße als auch über die Rothenburger Straße in Richtung Stadtzentrum. Trotzdem rechnet die Stadt mit erheblichen Behinderungen. „Wir empfehlen Ortskundigen, den Baustellenbereich großräumig zu umfahren“, sagt Stadtsprecherin Sylvia Otto. Die Abschnitte zwischen Krankenhauskreuzung und Schlesischer Straße sollen sich später anschließen. Der Verkehr wird stadtauswärts geleitet. Wie lange die Baustelle insgesamt dauert, steht noch nicht fest.

Erschwerend für Autofahrer ist, dass noch weitere Baustellen hinzukommen. So plant die Stadt, den Straßenbelag in der Reichenbacher-/Rauschwalder Straße zu wechseln. Das sollte eigentlich schon in den Sommerferien passieren, war dann aber verschoben worden. Die Stadtwerke erneuern nicht nur Leitungen in der Kröl-, sondern ab Montag auch in der Struvestraße zwischen Marienplatz und Bismarckstraße. Dabei wird die Bismarckstraße zeitweilig gesperrt. Die Baustelle soll bis Ende des Jahres dauern. Weiterhin stehen im Oktober Arbeiten an Leitungen in der Joliot-Curie- und der Schützenstraße an. Die Schützenstraße wird zur Einbahnstraße in Richtung Stadtpark und die Joliot-Curie-Straße zur Einbahnstraße in Richtung Elisabethstraße. Voraussichtlich wird diese Baustelle bis Mitte November dauern.