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Straßenlöcher noch immer offen

Einen Monat nach Sturmtief Friederike klaffen Löcher am Straßenrand, die umgefallene Pappeln hinterlassen haben. Bald ist Abhilfe da.

© Jörg Richter

Von Jörg Richter

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Großenhain. Am Tag nach dem verheerenden Sturmtief Friederike waren viele Straßen gesperrt. Entweder, weil die Feuerwehr noch damit beschäftigt war, schräge Bäume, die auf die Straße zu fallen drohten, umzusägen. Oder weil die Straße durch den Sturm dermaßen Schaden genommen hatte, dass sie aus Sicherheitsgründen zur Fahrverbotszone erklärt wurde.

Straucher Feuerwehrleute bei Aufräumarbeiten an der Straße, die durch den Wald führt.
Straucher Feuerwehrleute bei Aufräumarbeiten an der Straße, die durch den Wald führt. © Jörg Richter

Letzteres traf auf die Ortsverbindungsstraße zwischen Strauch und Uebigau zu. Entlang der Pappelallee hatte Friederike mehrere Bäume entwurzelt. Dort, wo die Pappeln zu nah an der Straße standen, gab die Fahrbahn nach. Bis zu einem Meter tiefe Löcher entstanden. Vorsorglich wurde die Pappelallee gesperrt. Streifenwagen des Polizeireviers Großenhain kontrollierten am Tag nach dem Sturm, dass die Fahrverbotsschilder auch eingehalten werden. Denn nicht wenige Verkehrsteilnehmer versuchten, einen Schleichweg zu finden, weil z. B. die freiwillige Feuerwehr im Straucher Wald aktiv und deshalb dort kein Durchkommen war.

Einen Monat nach Sturmtief Friederike sind die Fahrverbotsschilder an der Pappelallee weg, aber die Löcher geblieben. Immer noch genau so tief und noch nicht mal verfüllt. Lediglich aufgestellte Baken weisen darauf hin, dass Verkehrsteilnehmer hier an mehreren Stellen am Straßenrand aufpassen sollten.

Nachgefragt bei der Stadtverwaltung Großenhain, wann denn die Löcher an der Pappelallee zwischen Strauch und Uebigau verfüllt und die Straße repariert werden, antwortet Stadtsprecherin Diana Schulze, dass für diese Ortsverbindungsstraße der Landkreis Meißen zuständig ist. Von dort ist zu erfahren, dass die Fahrbahnreparatur der Pappelallee bereits in Planung sei. „Die Bearbeitung erfolgt voraussichtlich und prioritätsgemäß in den nächsten zwei Kalenderwochen“, so Fritz Künzel, der Leiter der Straßenmeisterei Meißen. „Vorrang haben Aufgaben an Bundes- und Staatsstraßen.“

Bis dahin verbleiben die Baken als Verkehrssicherung. Diese würden durch die Straßenmeisterei regelmäßig kontrolliert. Entsprechende Veränderungen des Bankettes oder der Fahrbahn seien auch Bestandteil dieser Kontrolle, so Künzel.

Er verteidigt, dass die komplette Straßensperrung schon wenige Tage nach dem Sturm wieder aufgehoben wurde. „Die Schäden befinden sich im Bankettbereich, geringfügig ist auch die Fahrbahn betroffen“, so der Leiter der Straßenmeisterei. „Eine Sperrung der Fahrbahn ist bei punktuellen Schäden des Bankettes nicht notwendig, da eine entsprechende Kennzeichnung mittels Verkehrszeichen vorhanden ist. Ähnliche Straßenschäden habe es auch an anderen Orten des Landkreises Meißen gegeben.