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Streik bei Kaufland

Beschäftigte aus Zittau, Löbau, Görlitz und Kamenz kämpfen für gerechte Löhne und gegen die geringfügige Beschäftigung.

© Matthias Weber

Görlitz/Kamenz.Zwischen 6 und 10 Uhr haben 67 Kaufland-Mitarbeiter aus ganz Ostsachsen – unter anderem aus Kamenz – am Donnerstag in der Zittauer Filiale an der Christian-Keimann-Straße gestreikt. Der Betrieb lief während des Streiks weiter. Rund die Hälfte der Beschäftigen bei Kaufland – zum Großteil Frauen – sind in der Gewerkschaft Verdi organisiert, erklärte Sonja Zimmer, Fachsekretär Handel bei Verdi Ostsachsen.

Die Mitarbeiter befinden sich derzeit in der Tarifrunde und lehnen das erste Angebot der Arbeitgeber ab. Der Handelskonzern bietet 1,5 Prozent Lohnerhöhung für 2017 und 1 Prozent für 2018 an. Verdi hingegen fordert eine sechsprozentige Erhöhung, weil Kaufland im vergangenen Jahr Rekordgewinne eingefahren habe, so Frau Zimmer. Außerdem kämpfe die Gewerkschaft gegen die geringfügige Beschäftigung. Immer mehr Mitarbeiter dürften nur zwischen 11 und 15 Wochenstunden arbeiten. „Die Konzerne und der Handelsverband betrachten den Handel nur noch als Zuverdienstbranche, in der die Löhne nicht so hoch sein müssen“, kritisiert die Gewerkschafterin.

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Am Freitag wird der Arbeitskampf im Obi-Baumarkt in Ottendorf-Okrilla fortgesetzt. (mh)