merken

Studentenklub sucht neue Bleibe

Das Wohnheim wird verkauft. Die Zukunft des Tharandter Klubs ist unklar.

Das Studentenwohnheim in Tharandt wird verkauft. © Karl-Ludwig Oberthür

Die Zukunft des Studentenklubs Heinrich Cotta ist weiter ungewiss. Weil der Freistaat Sachsen das Studentenwohnheim auf der Weißiger Höhe in Tharandt – es diente einst als Filmkulisse für Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“, auch bekannt als Öko – verkaufen will, müssen alle Studenten bis Ende April ausziehen. Betroffen ist auch der Heinrich-Cotta-Club, der einzige Studentenclub Tharandts, der 1986 von den Studenten der Fachrichtung Forstwissenschaften gegründet wurde.

In einem offenen Brief spricht sich nun die Vereinigung Dresdner Studentenklubs für den Erhalt des Tharandter Klubs aus. Seit mehr als drei Jahrzehnten sorge der Klub für eine „lebendige, attraktive und weltoffene studentische Kultur in Tharandt“. Die Mitglieder des Heinrich-Cotta-Clubs organisieren regelmäßig Diskussionsabende mit Wissenschaftlern oder jährliche Höhepunkte wie das Holzhackerfest oder den Grünen Ball. Der Klub habe daher über die Universität hinaus für ganz Tharandt eine große Bedeutung.

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Sicherheit mit dem Malteser Hausnotruf

Was mache ich, wenn mir zu Hause etwas zustößt und niemand da ist, um mir zu helfen? Diese Frage stellen sich ältere und beeinträchtigte Menschen oft mit Sorge

„Diese lange Tradition steht aufgrund fehlender Räumlichkeiten jetzt vor einer ungewissen Zukunft“, sagt Andreas Nicht, Vorsitzender der Vereinigung Dresdner Studentenklubs. Er fordert daher alle beteiligten Institutionen auf, den Klub dabei zu unterstützen, eine geeignete Lösung zu finden. „Wir haben schon etliche Gespräche geführt“, sagt Patrick Siemokat vom Heinrich-Cotta-Club in Tharandt. Bisher gebe es aber noch keine sichere Lösung, wo der Klub in Zukunft aktiv sein und auch Möbel und andere Dinge dauerhaft unterstellen kann. Auch mit dem neuen Eigentümer der Öko sei der Klub-Vorstand im Gespräch und hofft, über den April hinaus noch einige Zeit in den alten Räumen bleiben zu können. Perspektivisch müsse aber eine andere Lösung her, sagt Siemokat.