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Studie: Inklusion in Sachsen ungenügend

Der Inklusionsanteil an sächsischen Regelschulen ist immer noch gering. Zwar gehen weniger Schüler mit Handicap auf eine Förderschule. Aber gerade an Gymnasien bleibt das gemeinsame Lernen eine absolute Ausnahme.

Gütersloh. Trotz großer Fortschritte drücken in Sachsen laut einer Studie noch immer zu wenig Kinder und Jugendliche mit Handicap gemeinsam mit anderen Gleichaltrigen die Schulbank. Der Inklusionsanteil an Regelschulen sei zwar im Schuljahr 2013/14 auf den höchsten Wert seit Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen 2009 gestiegen, heißt es in der am Donnerstag von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegten Untersuchung. Trotzdem liege der Anteil der an sächsischen Förderschulen unterrichteten Schüler mit Handicap nach wie vor über dem Bundesdurchschnitt. In der Sekundarstufe sei Inklusion häufig noch eine Ausnahme.

Lediglich 26 Prozent der Schüler mit Behinderung lernen demnach in der Sekundarstufe an einer Regelschule. Der Bundesdurchschnitt liegt bei knapp 30 Prozent. Dass Inklusion gerade an Gymnasien immer noch kaum stattfindet, belegen andere Zahlen: Nur jeder Fünfte der rund 3400 sächsischen Förderschüler geht auf ein Gymnasium. Erfreulich ist dagegen die Entwicklung an den Kitas im Land. Hier liegt der Inklusionsanteil bei 81,4 Prozent und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 67 Prozent.

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Der Anteil der Schüler mit Handicap, die an den Förderschulen lernen, nimmt langsam aber stetig ab. Zwischen den Schuljahren 2008/2009 und 2013/14 sank er von 6,9 auf 6,1 Prozent. Der schulische Erfolg an solchen Schulen ist allerdings mangelhaft: Rund 84 Prozent der Förderschüler verlassen diese Schule ohne den angestrebten Hauptschulabschluss. (dpa)