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Suche nach einem speziellen Emblem

Und das hofft Rico Sauer am Sonntag bei Sachsens größtem Teilemarkt „Rost am Ring“ in Ottendorf-Okrilla zu finden.

© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

Ottendorf-Okrilla . Je älter, desto besser! Diese Worte beschreiben die Sammlerstücke des Ottendorfers Rico Sauer ganz gut. Die Rede ist dabei von Motorrädern. Denn an denen schraubt der 32-Jährige in seiner Freizeit liebend gern herum und bringt sie wieder in Schuss. Sein aktuellestes Projekt: eine DKW NZ 250.

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Das Modell wurde von 1938 bis 1941 produziert. Schätzungsweise gibt es nur rund 26 700 Stück davon. Und eine davon – Baujahr 1938 – hat Rico Sauer per Zufall über einen Bekannten bekommen und sie mit viel Liebe wieder aufgearbeitet. „Vieles ist noch original, wie zum Beispiel der Lack“, so der 32-Jährige. Doch ein kleines Detail fehlt dem Ottendorfer noch zur endgültigen Fertigstellung. „Ich brauche noch das passende Emblem“, so der leidenschaftliche Schrauber. Und er hofft, es am Sonntag zu finden. Denn dann laden die Oldtimerfreunde Ottendorf-Okrilla, bei denen der junge Mann ebenfalls Mitglied ist, zu ihrem 29. Teilemarkt ein. Dieser findet wie immer entlang des Bergener Rings im Gewerbegebiet statt.

Besser bekannt unter „Rost am Ring“ ist die Veranstaltung wohl die größte ihrer Art im Freistaat – wenn nicht sogar in ganz Ostdeutschland. „Neuruppin rückt leider keine Zahlen raus. Aber unser Teilemarkt ist schon eine Hausnummer und Oldtimerliebhaber verbinden Ottendorf-Okrilla vorrangig mit unserer Veranstaltung“, kann Sebastian Richter von dem organisierenden Verein berichten.

500 Händler aus ganz Europa

Und am Sonntag ist es mal wieder soweit. Rund 500 Händler aus ganz Europa kommen in die sächsische Großgemeinde, um ihre Raritäten und Besonderheiten anzubieten – von kompletten Fahrzeugen bis hin zu kleinen Einzelteilen. Und Tausende Besucher wollen sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen und stehen dafür sogar zum Wochenende extra zeitig auf, um das eine Teil zu finden, das sie vielleicht schon monatelang vergeblich gesucht haben. Auch Rico Sauer wird schon in den frühen Morgenstunden vor Ort sein, um sein gewünschtes Emblem zu finden. Hoffentlich erfolgreich, denn seine DKW will er bei der traditionellen Zuverlässigkeitsfahrt der Oldtimerfreunde im Sommer offiziell präsentieren und über die Straßen des Rödertals sausen lassen.

Fest steht: Wenn Rico Sauer auf die Suche nach seinem Emblem geht, muss er immerhin nicht frieren. Denn wie fast jedes Jahr haben die Oldtimerfreunde absolutes Glück mit dem Wetter. Und Glück haben sie auch auf der Ottendorfer Gemeindeverwaltung gehabt. Denn eigentlich ist die Zufahrt zum Gewerbegebiet, von der S 177 (Radeberger Straße) kommend, noch bis Ende Mai gesperrt. Hier laufen die vorbereitenden Maßnahmen für einen neuen Kreisverkehr.

Sprich: Für Tausende Besucher würde nur die Einfahrt vom Obi-Markt zur Verfügung stehen. Doch auch die Gemeindeverwaltung weiß, wie beliebt die Veranstaltung ist und hat mit der Baufirma vor Ort gesprochen. Das Ergebnis: Die Zufahrt von der S 177 ist frei. Zumindest in den Hauptbesuchszeiten. Mit kleinen Einschränkungen ist trotzdem zu rechnen, sodass die Veranstalter alle Besucher bitten, die aufgestellten Schilder zu beachten.

Grundsätzlich öffnet der Teilemark ab 6 Uhr. Der Eintritt beträgt für Männer drei Euro und ist für Frauen und Kinder frei. Ein Verkaufsstand kann ohne Voranmeldung bereits ab zehn Euro pro Pkw eröffnet werden. Und: Vielleicht findet der eine oder andere Besucher auch neue berufliche Möglichkeiten. Denn auch in diesem Jahr nutzen die Unternehmer des Gewerbevereins wieder die Möglichkeit, sich im Rahmen des Marktes auf einer Jobbörse zu präsentieren und ihre Arbeit vorzustellen, um so beispielsweise Auszubildende zu finden.