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Taschendiebe und Spendensammler

Betrüger nutzen die Vorweihnachtszeit aus, um bevorzugt Senioren auszurauben.

Die Polizeidirektion Chemnitz warnt vor falschen Spendensammlern und Dieben in Supermärkten. In Rochlitz und Hainichen sind am Donnerstag zwei Senioren bestohlen worden. Die vorweihnachtliche Spendenzeit nutzen jährlich Betrüger aus, um an das Geld ihrer Opfer, bevorzugt Rentner, zu kommen. Denn im Dezember tragen die meisten mehr Bargeld bei sich.

Ein 76-Jähriger wurde in Rochlitz von zwei jungen Frauen angesprochen. Sie gaben vor, für kranke Kinder zu sammeln. Der Mann gab zwei Euro. Danach verlangten die Damen seinen Ausweis. Als der Senior diesen aus seiner Geldbörse zog, griffen die Spendensammler unbemerkt zu und stahlen 100 Euro. Erst als die Frauen weg waren, bemerkte der Rentner den Diebstahl. Mit der selben Masche schaffte es eine Frau in Hainichen, einer 73-Jährigen mehrere hundert Euro zu klauen, die sie gerade abgehoben hatten.

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Die Polizei rät: Wer Geld spenden möchte, soll sich am besten direkt an karitative Vereine wenden.

Dieb hebt zweimal Geld ab

Eine unfreiwillige Spende mussten auch zwei 62-jährige Frauen in Mittweida und Penig abgeben. Sie hatten beim Einkaufen ihre Handtaschen leichtsinnig an den Einkaufswagen gehangen. Dem Opfer in Mittweida wurden so 200 Euro, Ausweise und Geldkarten gestohlen. Als die Frau den Diebstahl später anzeigte, hatte der Dieb schon zweimal zugeschlagen und mehrere hundert Euro vom Konto der Frau abgehoben. Die 62-Jährige war erst nach der Anzeigenerstattung zu ihrer Sparkassenfiliale gegangen, um das Konto zu sperren. Dort erfuhr sie, dass etwa eine dreiviertel Stunde nach dem Diebstahl das Geld geholt wurde. Die Polizei rät, bei der Feststellung eines Geldkartendiebstahls ohne Zeitverzug das Konto sperren zu lassen.

Viel Rennerei hat nun auch eine 62-jährige Penigerin. Ihr wurde die Geldbörse mit 200 Euro, Ausweisen und Autoschlüssel gestohlen. Gerade in der Vorweihnachtszeit mit Einkaufstrubel und vollen Geschäften bittet die Polizei eindringlich, Taschen niemals aus der Hand, also auch nicht in den Einkaufswagen zu legen. Auch potenzielle Diebe wittern jetzt das Geschäft und nutzen jede noch so kleine Gelegenheit, um zuzugreifen. Taschen sollten immer dicht am Körper getragen werden. (DA/pz)