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Teigwaren-Streit verschärft sich

Das Unternehmen hat dem Betriebsratsvorsitzenden ein Hausverbot erteilt. Die Gewerkschaft will sich das nicht bieten lassen.

Jetzt mit Hausverbot: der Betriebsratsvorsitzende der Teigwaren Riesa, Daniel Zielke (M.). © Sebastian Schultz

Riesa. Der Streit um einen Tarifvertrag für das Unternehmen Teigwaren Riesa wird härter. Nach zwei Warnstreiks in der Nudelfabrik hat die Geschäftsführung jetzt den Betriebsratsvorsitzenden von seiner Arbeit freigestellt und ihm Hausverbot erteilt. „Das betrifft meine Tätigkeit im Vertrieb. 

Als Betriebsrat mache ich aber weiter“, sagt Daniel Zielke. Der Geschäftsführer und ein Mitglied der Verwaltungsleitung habe ihn am Mittwoch im Büro aufgesucht und über die Freistellung bis zum 15. Januar informiert. „Eine Begründung dafür habe ich auch auf dreifache Nachfrage nicht erhalten“, sagt der Riesaer.

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Der Geschäftsführer hält sich auch gegenüber der SZ bedeckt: „Über unternehmensinterne Themen erteilen wir grundsätzlich keine Auskunft“, sagt Martin Steidl. Laut Betriebsrat liefen derzeit Gespräche etwa über Überstundenregelungen oder Schichtpläne mit der Geschäftsführung. 

Es sei offen, wer diese nach dem Hausverbot für den Betriebsratschef weiter führe. Die Gewerkschaft NGG, die die Aufnahme von Tarifverhandlungen fordert, will die Entscheidung nicht hinnehmen – und einen Anwalt einschalten. „Das ist eine Behinderung der Betriebsratsarbeit“, sagt NGG-Sekretär Thomas Lissner.

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