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Teil der A17 wird später freigegeben

Der Abschnitt ist zwar fertiggestellt. Doch eine Brücke ist kürzer, als in der Baugenehmigung steht.

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Von Hans-Jörg Schmidt, SZ-Korrespondent in Prag

Es sollte eine Art „Weihnachtsgeschenk“ an die Autofahrer und die geplagten Anwohner sein: Am 21. Dezember sollte ein neues Stück der Autobahn A17/D8 Dresden–Prag im Böhmischen Mittelgebirge feierlich übergeben werden. Doch die Freigabe, genau fünf Jahre nach der Einweihung des Abschnitts über das Erzgebirge bis nach Usti (Aussig), wird aller Voraussicht nach nicht stattfinden.

„Die Eröffnung am 21. Dezember ist nicht sehr wahrscheinlich“, sagte die Sprecherin der Direktion für Straßen und Autobahnen (RSD), Martina Vapenikova, der Zeitung „Denik“ (Dienstagausgabe). „Zwar ist der neue Abschnitt baulich fertiggestellt. Aber wir müssen noch ein paar administrative Probleme lösen.“ In diesem Jahr wird das Teilstück nicht mehr für den Verkehr freigegeben, teilte die RDS gestern Abend mit.

Entlastung für Lovosice

Wichtigster Hinderungsgrund: Die technischen Unterlagen für die Schallschutzbrücke bei der Ortschaft Vchynice (Wchinitz) unweit von Lovosice (Lobositz) weichen vom tatsächlichen Bau ab. Dem Vernehmen nach ist die Brücke kürzer geraten als in den Unterlagen ausgewiesen. Jetzt müsse im Nachhinein eine neue Baugenehmigung für das schon fertige Bauwerk eingeholt werden. Im jetzigen Zustand, so schrieb die Zeitung „Denik“, wollten einige Mitglieder der zuständigen Kommission den Bau nicht abnehmen.

Der zu eröffnende 3,7 Kilometer lange Abschnitt soll vor allem die Stadt Lovosice entlasten, die regelmäßig durch den starken Verkehr verstopft ist.