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Telekom reißt doch alte Kästen in Radebeul ab

Nach einem Protest in der SZ ließ das Unternehmen den offenbar nicht genutzten Schrank nun beseitigen.

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Die neue Mauer, ohne Telekomkasten in der Robert-Koch-Straße
Die neue Mauer, ohne Telekomkasten in der Robert-Koch-Straße © SZ/Redlich

 Radebeul. Familie Richter in der Robert-Koch-Straße staunte nicht schlecht, als sie vor wenigen Tagen aus dem Urlaub zurückkam. Barbara Richter: „Der alte Telefonkasten, noch aus DDR-Zeiten, war plötzlich verschwunden. Die Öffnung im Fußweg asphaltiert. Wir freuen uns, dass es doch geht.“

Was war vorher geschehen? Am Eckgrundstück von Familie Richter war die Grundstücksmauer einsturzgefährdet. Sie mussten die Mauer für mehrere Tausend Euro neu errichten lassen. Weil aber dicht an der Mauer der graue Kasten der ehemaligen DDR-Post, übernommen von der Telekom, stand, konnte die Mauer nicht fertiggestellt werden. 

Wochenlang hatten Richters versucht, sich mit dem Telekomunternehmen zu einigen und Telefonate nach unendlichen Warteschleifen geführt. Auch bei der Stadt hatten Richters nachgefragt, es führte kein Weg zum Abriss des offenbar nicht mehr genutzten Kastens. Neben dem alten Kasten war bereits der neue in Betrieb. 

Von der Telekom hieß es: „Unsere Verteilerkästen an den Straßen der genannten Städte erfüllen, ob alt oder neu, nach wie vor die Funktion der Netzverteilung.“ Jetzt wurde der überflüssige Kasten abgerissen. Die Arbeiten an der Mauer konnten fertiggestellt werden. (SZ/per)