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Thomas Mettenleiter

In den angstvollen Debatten um die Ausbreitung der Vogelgrippe wirkt Thomas Christoph Mettenleiter wie ein Fels in der Brandung. Hysterie setzt der Präsident des bundeseigenen Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems Sachinformation entgegen.

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In den angstvollen Debatten um die Ausbreitung der Vogelgrippe wirkt Thomas Christoph Mettenleiter wie ein Fels in der Brandung. Hysterie setzt der Präsident des bundeseigenen Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit auf der Insel Riems Sachinformation entgegen.

Gebetsmühlenhaft wiederholte der 48 Jahre alte Virologe in den vergangenen Wochen immer wieder den Satz: „Die Vogelgrippe ist eine Tierseuche.“ Das Fachurteil Mettenleiters zählt bei Ministern ebenso wie bei Fachkollegen in der ganzen Welt.

Bis 2010 soll auf dem 24 Hektar großen Gelände des Institutes für rund 150 Millionen Euro ein neuer Komplex mit den modernsten Hochsicherheitsställen und -laboren entstehen. „Es ist ein Privileg, an diesem Ort arbeiten zu dürfen“, schwärmt der Professor für Molekularbiologie über seinen Arbeitsplatz. Als Präsident eines Instituts mit rund 350 Mitarbeitern ist Mettenleiter aber zugleich dessen erster Sprecher. Das tue er nicht aus Eitelkeit, sondern um die Forscher des Instituts vor den Fragen der Presse abzuschirmen, erläutern enge Mitarbeiter, die froh darüber sind, nicht im Blitzlichtgewitter der Fotografen zu stehen. Mettenleiter erwarb 1982 sein Diplom als Biologe an der Uni Tübingen. Im Jahr 1994 wechselte Mettenleiter nach Riems und verlegte seinen Lebensmittelpunkt vom Westen in den Osten. (dpa)