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Tierschutzverein übergibt Spende für Hundewelpe

500 Euro wurden Andrea und Jens-Uwe Jackob aus Radeberg überreicht. Sie hatten einen schweren Schicksalsschlag zu bewältigen.

© Bernd Goldammer

Von Bernd Goldammer

Radeberg. Es war ein Schock. Zwei Tage vor Weihnachten musste die Radeberger Familie Andrea und Jens- Uwe Jackob zusehen, wie vieles von dem, was ihnen auf ihrer Farm lieb und teuer war, in Flammen aufging. Sie waren bei den Weihnachtsvorbereitungen. Ihr Haus war eine Baustelle. Eine Wohnung für die Familie der Tochter sollte entstehen. Mitten in der Nacht hörten sie das Bellen ihrer Hündin. Zum Glück hatten aufmerksame, hilfsbereite Nachbarn bereits die Radeberger Feuerwehr gerufen. Auch die Ortswehren aus Ullersdorf und Liegau-Augustusbad waren schon vor Ort. Meterhohe Flammen standen bereits über den Dächern von Scheune und Stall. „Zuerst wurden die Hausbewohner gerettet, dann wurde zügig gelöscht“, erinnert Frank Höhme, der Chef der Radeberger Stadtfeuerwehr, mit knappen Worten.

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Als der Tag anbrach, wurde das Ausmaß des Schadens sichtbar. Die Hündin war bereits in die Tierklinik unterwegs. Viele Tiere waren lebendig verbrannt. Überall war Schutt und Asche. „Es war das trostloseste Weihnachtsfest meines Lebens“, erinnert sich Jens-Uwe Jackob.

Die Folgen des Schocks hatten zu traumatischen Störungen seines Lebensablaufes geführt. Noch heute ist er deshalb in ärztlicher Behandlung. Die Jackobs ahnten nicht, dass viele Radeberger schon zu diesem Zeitpunkt darüber nachdachten, wie sie dieser Familie helfen können. Als der Radeberger Tierfreund Hans Traupe aus der SZ erfuhr, dass die Hündin Mascha wegen schwerster Brandverletzungen eingeschläfert werden musste überlegte er nicht lange. Ihm war klar: Ein neuer Hund musste her. Damit sollte es den Jackobs leichter werden, Maschas Verlust zu überwinden. Hans Traupe suchte und fand schnell Verbündete. Zusammen mit dem Radeberger Tierschutzverein wurde Geld für einen neuen Hund gesammelt. Am Donnerstag war Spendenübergabe. 500 Euro waren zusammengekommen und Matthias Kuri, dem Chef des Radeberger Tierschutzvereines, war die Freude ins Gesicht geschrieben. Denn in dieser Summe drückt sich menschliches Mitgefühl aus.

Doch die Unterstützung war noch weitreichender: „Fremde Menschen brachten mir, was sie an Werkzeug erübrigen konnten, Geflügelzüchter der Stadt gaben Brama-Hennen an mich ab“, sagt Jens-Uwe Jackob. Ein Bauer, der aus der Sächsischen Zeitung vom Schicksalsschlag der Jackobs erfuhr, stellte seine Grasflächen zur Verfügung. Die Versicherungen halfen rasch und unkompliziert, das Fahrzeug und die Scheune wurden finanziell ersetzt. Der Wiederaufbau hat bereits begonnen. Die Sache hat weite Kreise gezogen. Sogar ein Zimmermann aus dem Erzgebirge wird zum Wiederaufbau nach Radeberg kommen. „Diese Anteilnahme und Hilfe werde ich nie vergessen. Für uns war sie wie Medizin. Wir möchten uns dafür herzlich bedanken“, machen Andrea und Jens- Uwe Jackob klar.