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Tillich will weiter Schwarz-Gelb im Freistaat

Trotz des Ausscheidens der FDP aus dem Bundestag setzt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) in Sachsen weiter auf Schwarz-Gelb.

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Chemnitz. Trotz des Ausscheidens der FDP aus dem Bundestag setzt Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) in Sachsen weiter auf Schwarz-Gelb. Nach der Landtagswahl im kommenden Jahr wolle er weiter mit den Liberalen arbeiten, sagte er am Freitag in der Chemnitzer „Freien Presse“. „Die Koalition hat gut funktioniert. Und ein Team, das Erfolg hat, wechselt man, wie im Fußball, nicht aus.“ Im Unterschied zum Bund habe die FDP im Freistaat eine klare Spitze. Die Zusammenarbeit sei gut. „Das soll auch künftig so bleiben“, sagte Tillich, der zugleich Landeschef der Union ist.

In der „Leipziger Volkszeitung“ (Samstag) stellte Tillich aber klar, dass es eine Zweitstimmenkampagne für die FDP mit ihm nicht geben werde. „Jeder kämpft für sich allein. Aber solange wir gewählt sind, bleiben wir auch zusammen in der Koalition.“ Die CDU habe sich mit der Landes-FDP geeinigt, dass jeder für sich und sein Programm werbe. Bis zur Landtagswahl habe man noch fast ein Jahr Zeit. Bis dahin könne die Union mit der FDP zusammen beweisen, „dass wir erfolgreich waren und sind“.

Im Bund rechnet Tillich mit einer großen Koalition. „Am Ende wird die Vernunft siegen“, sagte er der „Freien Presse“. Mit den Sozialdemokraten gebe es größere programmatische Übereinstimmungen als mit den Grünen. Tillich will an den Koalitionsverhandlungen teilnehmen. (dpa)