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Tischgespräch mit Martin Dulig

© Kristin Richter

Sachsens Wirtschaftsminister lud die Pirnaer zu einer Diskussionsrunde ein. Die Themen waren weniger überraschend, umso mehr die Stimmung.

Pirna. Sachsens SPD-Chef und Wirtschaftsminister Martin Dulig (l., mit Mikrofon) hatte am Montagabend zum Gespräch geladen – an seinen eigens mitgebrachten Küchentisch ins Pirnaer Q 24. Wer wollte, konnte für ein paar Minuten an den Tisch heranrücken, Fragen stellen und mit dem Minister diskutieren. Die Pirnaer nutzten das Angebot ohne Scheu. Das Q 24 war voll, und die Plätze am Tisch begehrt. Die angeregte Diskussion wurde getragen von der allgemeinen Stimmung im Land, von der Skepsis gegenüber der Politik, von der Sorge, die Integration der Flüchtlinge nicht bewältigen zu können, vom Gefühl, als Bürger nicht gehört und nicht ernst genommen zu werden. Dennoch – und das lag sicher auch an der besonderen Tisch-Situation – war die Stimmung keineswegs schlecht, sondern offen und konstruktiv-kritisch. Martin Dulig hörte zu, erklärte viel, freundlich und sachlich, manchmal witzig. Er nahm Probleme der Pirnaer mit nach Dresden, zum Beispiel die Sorge um die zunehmende Verlandung des Birkwitzer Kiessees. Vielleicht bewirkt die Tisch-Runde ja etwas. (SZ/ce)