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Leipzig

Tödlicher Arbeitsunfall in BMW-Werk

Ein 22-Jähriger ist in Leipzig gestorben, nachdem er im Leipziger Werk Montagearbeiten ausgeführt hat. 

© dpa

Leipzig. Bei einem Arbeitsunfall in einem Automobilwerk in Leipzig ist ein Mann ums Leben gekommen. Der 22-Jährige habe am Mittwoch Montagearbeiten an einer schwebenden Last mit einem Gewicht von 1,8 Tonnen ausgeführt, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Dabei löste sich die Aufhängung und das Bauteil fiel auf den 22-Jährigen. Die genauen Umstände seien noch unklar, hieß es. 

Wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, soll es sich um die BMW-Niederlassung in Leipzig handeln. Ein Sprecher des Werks bestätigte das dem Blatt.  „Wir sind zutiefst schockiert über den Vorfall. Seit gestern herrscht tiefe Betroffenheit bei uns im Werk“, sagte er zu LVZ.de.

Laut Ricardo Schulz, Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, handelte es sich bei dem 22-Jährigen um einen für eine Fremdfirma tätigen Arbeiter. Der Unfall ereignete sich auf einer Baustelle in einer der Hallen des Werks. Die Staatsanwaltschaft habe in Zusammenarbeit mit der Kripo und der Abteilung Arbeitsschutz der Landesdirektion ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet, sagte Schulz. Dies sei bei tödlichen Arbeitsunfällen üblich. Es müsse nun geklärt werden, „ob und inwiefern ein möglicherweise strafrechtliches relevantes Verhalten“ eines Dritten vorlag. Es wurde eine Obduktion angeordnet. (dpa/SZ)